Recycling von Windkraft-Rotoren Wer stoppt die Rotorwellen-Flut?
Der Strom der Zukunft soll zu einem hohen Anteil aus sauberen Energiequellen kommen. Windkraftanlagen leisten dazu ihren Beitrag. Vor allem im Offshore-Bereich verrichten Turbinen mit riesigen Rotorblättern aus robustem Faserverbundmaterial – meist glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) – ihre Arbeit. Einmal aber haben diese Giganten ausgedient und müssen entsorgt werden. Composites gelten als wirtschaftlich schwer recycelbar und ab 2018 wird der Anteil von Altanlagen stark ansteigen. Wie man der Rotorschwemme begegnen könnte, zeigt dieser Bericht.
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Schon ein oberflächlicher Blick auf die Dimension der Rotorblätter von Windkraftanlagen macht deutlich, dass das wirtschaftliche Recycling am Ende ihres Produktlebens eine nicht ganz alltägliche Aufgabe ist. Hinzu kommt, dass es bislang nur wenige sogenannte „End-of-Life“-Erfahrungen gibt. Betriebswirtschaftlich kalkuliert man dabei mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Die Verantwortung für den Rückbau liegt gesetzlich beim Betreiber der Windkraftanlage, der bereits heute eine konservative Rückstellung einkalkuliert, erläutert Christian Schnibbe vom Windkraftprojektierer wpd onshore GmbH & Co. KG aus Bremen. Bislang werden die Anlagen nach einem Betrieb von 12 bis 14 Jahren noch einmal aufbereitet und dann einige Jahre weiterverwendet.
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