Kennametal Deutschland Werkzeughersteller stellen Kundenprozesse in den Mittelpunkt

Redakteur: Rüdiger Kroh

Der zunehmenden Bedeutung von Dienstleistungen soll das Konzept Kennametal Complete gerecht werden. Dr. Joachim Fabry und Volker Fritsche erläutern auf der Metav 2008 die Vorteile des Servicepakets für den Kunden.

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Dr. Joachim Fabry (links), Leiter Zerspantechnologie bei Kennametal, und Volker Fritsche, Leiter technischer Service, sehen eine vermehrte Nachfrage nach kundenspezifischen Werkzeuglösungen.
Dr. Joachim Fabry (links), Leiter Zerspantechnologie bei Kennametal, und Volker Fritsche, Leiter technischer Service, sehen eine vermehrte Nachfrage nach kundenspezifischen Werkzeuglösungen.
( Archiv: Vogel Business Media )

MM: Erst kürzlich betonte der Vorsitzende des VDMA-Fachverbands Präzisionswerkzeuge, Dr. Kress, dass die Zeit der einzelnen Werkzeuge vorbei sei und der Kunde Lösungen wolle. Würden Sie dieser Aussage zustimmen?

Fabry: Der Produktivitätsdruck in der Industrie wird immer größer, Betrachtungen der gesamten Prozesskette stehen im Vordergrund. Die hohen Anforderungen lassen sich immer weniger mit einzelnen Standardwerkzeugen erfüllen – die Anfragen nach kundenspezifischen Lösungen nehmen zu.

Wir erleben derzeit und sehen auch in der Zukunft weiteres Wachstumspotenzial. Viele Kunden binden bei Investitionen in neue Produktionstechnik den Werkzeughersteller bereits sehr frühzeitig in die Planung ein, immer öfter bereits vor der Maschinenauswahl.

MM: Welche Bedeutung haben Dienstleistungen für die Werkzeughersteller und wie kann man sich vom Wettbewerb abheben?

Fritsche: Dem Gedanken der Prozesskette folgend nimmt die Bedeutung von Dienstleistungen immer weiter zu. Selten kaufen Kunden ein einzelnes Werkzeug. Mit Kennametal Complete wurde ein umfassendes Servicepaket entwickelt.

Dahinter stehen starke Partnerschaften, um mit den Kunden gemeinsam kontinuierlich Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten. Diese ergeben sich zum Beispiel durch kontinuierliche Prozessverbesserungen vor Ort, das Management der Werkzeugausgabe, Logistikberatung oder die Voreinstellung der Werkzeuge.

MM: Sind Ihre Kunden bereit, für die erbrachten Dienstleistungen über den Werkzeugpreis hinaus auch zu bezahlen?

Fabry: Ein klarer Trend geht dazu, dass die Kunden die Leistungen honorieren, wenn sie den Mehrwert realisieren. Es ist unsere Kernaufgabe, die Kundenvorteile darzustellen.

Das Konzept Kennametal Complete gibt uns eine klare Struktur und stellt die Kundenprozesse in den Mittelpunkt. Wir bieten den Kunden etwas Besonders an, diesen Mehrwert möchten wir auch bezahlt oder in einem Programm zum beiderseitigen Nutzen verrechnet bekommen.

MM: Gibt es in Sachen Dienstleistungen branchenspezifische Anforderungen?

Fritsche: Es gibt bei den Serviceanforderungen für Key Accounts oder klein- und mittelständische Unternehmen einzelne Unterschiede. So betrachtet die Automobilindustrie die Kosten pro Bauteil und verlangt eine kontinuierliche Optimierung des Prozesses.

Kennametal Deutschland GmbH, Halle 4, Stand D34

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