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Ucimu Werkzeugmaschinenbau in Italien rutscht weiter ab

| Redakteur: Stéphane Itasse

Auch zum Abschluss des Jahres 2019 mussten die italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotik und Automation zweistellige Rückgänge bei ihren Auftragseingängen verkraften.

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Auch im vierten Quartal 2019 mussten die italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automation zweistellige Auftragsrückgänge verkraften.
Auch im vierten Quartal 2019 mussten die italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automation zweistellige Auftragsrückgänge verkraften.
(Bild: Salvagnini)

Im Schlussquartal gingen die Bestellungen um insgesamt 16 % zurück, wie der Verband Ucimu mitteilt. Aus dem Ausland kamen 13,8 % weniger Orders, aus dem Inland sogar 21,2 %. Im Gesamtjahr ergab sich damit ein Minus von 17,9 %, wobei der Rückgang aus dem Inland mit 23,9 % stärker war als aus dem Ausland mit 15,4 %.

Starker italienischer Markt kehrt zur Normalität zurück

Allerdings bleibt der Indexwert mit 105,5 noch über dem Stand des Jahres 2015 (=100), wie Ucimu weiter berichtet. Grund dafür ist der starke Inlandsmarkt in den Jahren 2016 bis 2018 – hier bleibt der Index mit 172 Punkten noch deutlich positiv. Hingegen ist der Auslandsmarkt für die italienischen Hersteller mit einem Indexstand von 91,5 schwächer als im Vergleichsjahr 2015.

„Auf dem Inlandsmarkt kehrt der Verbrauch an Produktionssystemen auf die für unseren Markt typischen Größenordnungen zurück“, sagte Ucimu-Präsident Massimo Carboniero. Es sei nicht zu erwarten gewesen, dass die italienische Nachfrage weiterhin das Wachstum aus dem Jahren 2016 bis 2018 beibehalten würde. Er forderte jedoch, dass eine Investitionsblockade verhindert werden müsse, um den Prozess zu Industrie 4.0 nicht zu unterbrechen.

Deutschland belastet italienische Maschinenbauer

Auf den Auslandsmärkten sieht Carboniero die Lage komplexer. Einen negativen Einfluss hätten die Probleme in Deutschland als der Lokomotive Europas, die Entwicklung der Elektromobilität, Sanktionen gegen Russland und den Iran, die wirtschaftliche Abschwächung in China sowie der Protektionismus der USA.

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