Schwerzerspanung Werkzeugspannsystem sorgt für hohe Steifigkeit beim Bearbeiten von Rädern

Autor / Redakteur: Werner Bettschnitt / Rüdiger Kroh

Bei der Drehbearbeitung von Rädern für Schienenfahrzeuge kommen ein optimiertes Spannsystem und der Räderform angepasste Schneidköpfe zum Einsatz. Die große Plananlage von 100 mm mit dem entsprechend groß ausgelegten Kegel sorgt für eine hohe Steifigkeit.

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3D-Modell der Hydraulikspanneinheit KM100.
3D-Modell der Hydraulikspanneinheit KM100.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Anforderungen an die Sicherheit im Schienenverkehr steigen fortlaufend, ebenso der Druck, sich im internationalen Wettbewerb durchzusetzen. Eine wirtschaftliche Fertigung von Rädern für den Schienenverkehr erfordert daher hochwertige Bearbeitungsmaschinen und leistungsfähige Werkzeuge. Eine starke Partnerschaft bewiesen der Werkzeugspezialist Kennametal und die Niles-Simmons-Hegenscheidt-Gruppe, Anbieter von Räderbearbeitungs- und Radsatzmaschinen, bei einem Projekt für einen großen osteuropäischen Räderhersteller.

Zur Bearbeitung der Räder auf den CNC-Vertikal-Drehzentren empfahl Kennametal das Schnellwechselsystem Kennametal Modular KM100. Bei der Schruppanwendung kamen positive runde Wendeplatten zum Einsatz. Das in den Nenngrößen KM12 bis KM100 verfügbare System bietet dem Kunden insbesondere Vorteile bei Steifigkeit, Wechselgenauigkeit und Handhabung.

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Zur Gewährleistung einer effizienten Drehbearbeitung der Eisenbahnräder wurden ein für diese Anwendung optimiertes System KM100 und spezifisch konstruierte Schneidköpfe, die der Räderform angepasst waren, entwickelt. Es wurde eine hydraulische Spanneinheit entworfen, die in Verbindung mit dem Werkzeugwechselsystem der Maschine für kurze Nebenzeiten und hohe Spannkräfte sorgt. Die Verkürzungen sind abhängig vom Maschinentyp.

Zwei gegenüberliegende Spannkugeln halten Drehwerkzeug sicher

Das optimal aufeinander abgestimmte KM100-Spannsystem sorgt mit seiner großen Plananlage von 100 mm und dem entsprechend groß ausgelegten Kegel für eine hohe Steifigkeit. Dieser Anspruch ist ein Muss bei der Schwerzerspanung in der Räderbearbeitung. Das KM-System arbeitet dabei intern mit zwei gegenüberliegenden Spannkugeln, die das Drehwerkzeug sicher halten und die hohe Plananlagekraft gewährleisten. Daher können sehr hohe Schnittkräfte übertragen werden.

Die eingesetzten Maschinen mit zwei simultan arbeitenden Werkzeugen erlauben durch die effiziente Programmierung kurze Bearbeitungszeiten der Räder. Je ein linker und rechter vertikaler Werkzeugstößel, in Verbindung mit automatischem Werkzeugwechsel für bis zu zwölf Werkzeuge pro Seite, ermöglichen eine hohe Produktivität und Bearbeitungssicherheit. Durch die gemeinsame Prozessauslegung konnte die Anzahl der Schneidköpfe reduziert und ein unnötiger Werkzeugwechsel vermieden werden.

Werner Bettschnitt ist Team Leader Heavy Duty bei der Kennametal Technologies GmbH in 90766 Fürth.

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