Additive Fertigung trifft Spritzguss Werkzeugteile drucken spart Geld und Zeit

Redakteur: Peter Königsreuther

Wie Formeinsätze mittels additiver Fertigungsmethoden schneller und günstiger herstellbar sind, zeigt jetzt der Spritzgießmaschinen-Hersteller Dr. BOY, der in Kooperation mit dem 3D-Druckexperten Stratasys die Vorteile des Spritzgießens mit denen der generativen Fertigung kombinieren konnte.

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3D-gedruckter Formeinsatz im Werkzeugträger einer BOY XS. Die Herstellung ist günstig und schnell, wie es heißt. Verbrauchte Formeinsätze könnten einfach nachgedruckt werden.
3D-gedruckter Formeinsatz im Werkzeugträger einer BOY XS. Die Herstellung ist günstig und schnell, wie es heißt. Verbrauchte Formeinsätze könnten einfach nachgedruckt werden.
(Bild: BOY)

Kürzeste Produkteinführungszeiten, steigende Produktvielfalt und daraus resultierende kleine Produktionsstückzahlen sind aktuelle Herausforderungen für die Produktentwicklung und die Fertigung. BOY, Hersteller von Spritzgießautomaten im Schließkraftbereich bis 1000 kN, bietet zusammen mit dem 3D-Drucker Spezialisten Stratasys eine schnelle und kostengünstige Lösung. Die Vorteile der additiven Fertigung werden mit den Möglichkeiten des Spritzguss kombiniert.

Teilequalität bleibt gut

Auf der letzten K` 2013 in Düsseldorf wurde erstmals die additive Teilefertigung per 3D-Drucker vorgestellt. Dennoch verhielten sich die meisten Kunststoffverarbeiter in den folgenden zwei Jahren noch eher zurückhaltend. Dagegen weckte nun die Vorstellung eines neuen 3D-Produktionskonzeptes von BOY auf der Fakuma-Messe 2015 das Interesse der Anwender an der 3D-Technologie.

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Speziell auf den Prototypenbau mit kleinsten Stückzahlen beziehungsweise für Kleinserien ausgelegt, werden nicht die Kunststoffteile per 3D-Drucker hergestellt, sondern die Formeinsätze der Spritzgießmaschine. Die Kunststoffteile können dann spritzgegossen werden und weisen die gleichen physikalischen Eigenschaften auf wie bei der Teileproduktion mit herkömmlichen Werkzeugen. Praktisch alle Kunststoffe, auch glasfaserverstärkte und / oder flammgeschützte Kunststoffe können mit dieser 3D-Fertigungsphilosophie verarbeitet werden.

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