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MES-Software Wie aus Daten relevante Informationen werden

| Autor: Stefanie Michel

Daten aus der Fertigung zu sammeln, ist kein Problem. Um Produktionsprozesse zu monitoren, stehen Unternehmen jedoch vor der Herausforderung, diese Daten unterschiedlichster Formate zusammenzuführen und zu analysieren – in Echtzeit. Das verspricht eine Software, die auf Künstlicher Intelligenz basierende Analysen durchführt.

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Mit zunehmender Digitalisierung werden in der Produktion immer größere Mengen an Daten erzeugt. Daraus müssen – unabhängig vom Datenformat – entscheidungsrelevante Informationen erzeugt werden.
Mit zunehmender Digitalisierung werden in der Produktion immer größere Mengen an Daten erzeugt. Daraus müssen – unabhängig vom Datenformat – entscheidungsrelevante Informationen erzeugt werden.
(Bild: ©Eisenhans - stock.adobe.com)
  • In der Fertigung entstehen zahlreiche Daten. Doch um daraus sinnvolle Informationen zu generieren, müssen sie trotz der unterschiedlichen Sprachen und Formate in Echtzeit analysiert werden können.
  • Eine Analytics-Software sammelt relevante Informationen aus beliebigen Datenformaten. Die Software erkennt diese auf Basis von Künstlicher Intelligenz ohne bestehende Systeme zu verändern.
  • In Echtzeit können diese Daten analysiert werden. Auf interaktiven Analyse-Dashboards werden die relevanten Informationen dargestellt, die einen Überblick über die Produktion und eventuell auftretende Probleme geben.

Die Produktion läuft auf Hochtouren: Maschinen arbeiten und Transportbänder sorgen für Nachschub sowie Abtransport. Viele Stellen sind bereits mit Sensorik ausgestattet oder an eine Datenbank angebunden, sodass nun unweigerlich eine riesige Menge unterschiedlichster Daten entsteht – darunter auch Logfils, Testprotokolle oder Berichte aus Reparaturprozessen. Solche Daten werden mit der zunehmenden Digitalisierung der Produktion an immer mehr Stellen erzeugt, doch wie lassen sie sich sinnvoll nutzen? Es ist eine Herausforderung, daraus entscheidungsrelevante Informationen zu generieren, denn die Daten liegen meist in unterschiedlichsten Formaten, teilweise aus jahrzehntealten IT-Systemen, vor. Sie müssen also zunächst aufbereitet werden, um sie zu analysieren. Das soll möglichst schnell und kostengünstig geschehen – was Qualityline mit seiner „Manufacturing Analytics Software“ verspricht.

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Datenformat spielt keine Rolle für die Analyse

Der israelische Softwarehersteller Qualityline hat sich auf die Analyse von Fertigungsdaten spezialisiert. Nach über 25 Jahren Erfahrung im Produktionsmanagement ist man sich dort sicher, dass diese Vielzahl an Sprachen und Formaten das größte Hindernis ist für die Implementierung von Industrie-4.0-Anwendungen und hat deshalb eine Lösung entwickelt. Mit der Manufacturing Analytics Software steht ein Out-of-the-Box-System zu Verfügung, mit dem nach einer kurzen Implementierungsphase Analysen durchgeführt werden können. Dabei wird die Implementierung weltweit komplett „remote“ durchgeführt, es sind also keine aufwendigen Reisen notwendig. Ziel ist es, statt Informationsüberlastung den Produktionsprozess zielgerichtet zu steuern, um die Qualität und den Ertrag (First-Pass-Yield) zu steigern. Dazu ist eine Methode für eine genaue Datenanalyse nötig, die die gesamten Daten in Echtzeit sammelt, analysiert und dann so darstellt, dass daraus ein Handlungsbedarf erkannt wird.

Die Qualityline-Technologie sammelt automatisch und in Echtzeit alle Daten in den Fertigungslinien, die lediglich auf Servern oder in der (unternehmenseigenen) Cloud zugreifbar sein müssen. Datenformate sind beliebig, denn die Software erkennt auf Basis von Künstlicher Intelligenz die relevanten Informationen, ohne bestehende Systeme zu verändern. Sie analysiert diese und präsentiert sie in Form von interaktiven Analyse-Dashboards, die mit zahlreichen Filtermöglichkeiten ausgestattet sind. Die jeweiligen Produktionsteams erhalten somit einen detaillierten Überblick über alle gesammelten Informationen und können auf diese Weise rasche Ursachenanalysen durchführen. Auch lassen sich beliebig viele Produktionswerke weltweit in dieses System integrieren, sodass die Produktionsleitung auf einen Blick Produktions- und Qualitätsprobleme sofort erkennen kann.

Daten sammeln und in smarte Informationen umwandeln

Ein Anwender der Software ist Laird, ein in Brandenburg produzierendes Elektronikunternehmen. Der Schwerpunkt liegt auf der Zulieferung von elektronischen Komponenten für die Automobilindustrie. „Als global agierendes Unternehmen mit mehreren Standorten und komplexen Prozessen war es für uns schwierig und eine große Herausforderung, die Effizienz und Qualität unserer Produktion zu kontrollieren“, stellt Marcel Bondar, Senior Quality Director des Geschäftsbereiches „Connected Vehicle Solutions“ bei Laird, heraus. Er stand vor der Herausforderung, all die Prozesse, Testumgebungen, Maschinen und Sensoren zu kontrollieren. „Wir hatten den ersten Schritt in Richtung Industrie-4.0-Implementierung durch die Sammlung aller relevanten Daten aus dem kompletten Produktionsprozess umgesetzt. Aber wir mussten feststellen, dass das Sammeln aller Daten nicht ausreichend ist. Um diese Daten zur Verbesserung unserer Produktion einzusetzen, mussten wir die Daten in smarte Informationen umwandeln.“ Daher hat Laird vor über einem Jahr angefangen, die Manufacturing-Analyse-Technologie von Qualityline einzusetzen – zuerst in der Fabrik nahe Berlin.

Bondars Erfahrung war positiv: „Um die Qualityline-Lösung zu implementieren, entstehen praktisch keine Aufwände. Über 95 % des Integrationsprozesses wurden durch das Qualityline-Team durchgeführt.“ Wichtig war außerdem, dass keine Änderungen im Produktionsprozess notwendig waren, um die Integration abzuschließen. Bondar: „Unsere Teams waren bereits nach wenigen Stunden Training in der Lage, die Lösung zu nutzen. Die Technologie von Qualityline ist sehr flexibel, um Anpassungen und weitere Funktionen, die von uns gefordert wurden, umzusetzen.“

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Über den Autor

 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt