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Das Presswerk 4.0 und sein Nutzwert
Anders beim Presswerk 4.0. Die Werkstoff- und Werkzeugdaten sowie die Daten der Sensoren von den Pressen und der Peripherie werden permanent aufgenommen, gespeichert und verglichen. Diese zentral gesammelten Daten werden zu Informationen verknüpft und so wird neues Wissen generiert. Wenn ein Fehler auftreten sollte, stehen all diese Daten sofort zur Verfügung. „Auf der Grundlage dieser Daten können wir die Fehlerquellen letztendlich schneller eingrenzen und dem Mitarbeiter gezielt Lösungsvorschläge zu deren schnellstmöglicher Behebung bereitstellen“, beschreibt Prof. Dr.-Ing. Matthias Putz, Institutsleiter und Wissenschaftsbereichsleiter Werkzeugmaschinen, Produktionssysteme und Zerspanungstechnik am IWU, den Nutzwert. Im Fall des fehlerhaften Kotflügels werden Sensordaten von Werkzeugen mit Informationen zur Beölung und Daten zum Ausgangsmaterial vereint. Dabei wird überprüft, welche Werte außerhalb der jeweils vorher festgelegten Toleranzwerte liegen.
Auf dieser Grundlage werden dem Mitarbeiter dann Szenarien vorgeschlagen, mit denen er das gemeldete Problem zielgerichtet und schnell lösen kann.
Ein weiterer Punkt sind die Werkstoffkennwerte. So hat ein Blechcoil Eigenschaftsschwankungen, die sowohl quer über das Coil als auch innerhalb des Coils in Längsrichtung auftreten können. Ein bei der Anlieferung freigegebenes Coil wird im Presswerk 4.0 parallel zum Produktionsstart noch einmal aktuell geprüft. Dies bedeutet einen zusätzlichen Sicherheitscheck und Datenabgleich zu Beginn der Produktion. Ebenfalls können mit einem miniaturisierten Beulversuch, welcher in das Werkzeug integriert ist, bei jedem Teil die Werkstoffdaten online erfasst und so Differenzen sehr schnell festgestellt werden.
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