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„Diese Daten werden in einer am IWU entwickelten Software, der sogenannten Linked Factory, zusammengeführt. Die daraus generierten neuen Informationen werden dann beispielsweise auf mobilen Endgeräten zur Verfügung gestellt, etwa um Fehler schneller und effizienter analysieren und beheben zu können“, beschreibt Putz die Datenverarbeitung. Die Forscher am IWU denken hier aber auch schon ein Stück weiter: Mit einer Kombination aus Prozesssensorik und aktiven Komponenten kann das optimale Prozessfenster des Umformvorgangs erweitert werden. „Informationen über Störgrößen können Modellen beziehungsweise einem Regelkreis zugeführt und mit aktiven Maschinenkomponenten vernetzt werden. Ein intelligentes Werkzeug mit Flanscheinzugsregelung könnte zum Beispiel entsprechend auf Störeinflüsse reagieren und diese ausgleichen. So kann Ausgangsmaterial verarbeitet werden, das sonst zu Fehlerteilen geführt hätte“, ergänzt Prof. Dr.-Ing. Welf-Guntram Drossel, Institutsleiter und Wissenschaftsbereichsleiter Mechatronik und Funktionsleichtbau.
Wichtig ist für die Produktionswissenschaftler der systemische Ansatz. Das bedeutet, dass bei der Entwicklung von IT-Lösungen von Anfang an die Fragen der Implementierung und Akzeptanz berücksichtigt werden. Dabei steht immer eine konkrete Kosten-Nutzen-Betrachtung im Mittelpunkt.
Ihre Systemkompetenz zum Thema Industrie 4.0 werden die Fraunhofer-Forscher auf der diesjährigen Hannover-Messe präsentieren, denn dort wird das Presswerk 4.0 vorgestellt (Halle 2, Stand C22). MM
* Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde ist Fachredakteurin für Wirtschaft und Technik in 99094 Erfurt, Tel.: (03 61) 78 94 46 95, info@ bose-munde.de, www.bose-munde.de
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