Recht

Wie Sie Exportverträge für die Niederlande sicher machen

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Wegen der Neuregelung in den Niederlanden sollten Exporteure aber auch ihr Mahnwesen anpassen und an den Anforderungen der Meldepflicht ausrichten. Zusätzlich zur Mahnung müssen sie die Meldeformulare frühzeitig absenden und die damit ausgelösten Fristen strikt einhalten. Werden diese verletzt oder holt der Lieferant die Ware ohne Meldung oder zu früh ab, ist er der Finanzverwaltung zum Wertersatz verpflichtet. Dies kann die volle Höhe des Wertes der Ware sein.

Zahlungsverzug weist meist auf Krise des niederländischen Käufers hin

Ist die Meldung des Lieferanten bei ihr eingegangen, hat die Finanzverwaltung vier Wochen Zeit, zu entscheiden, ob sie ihr Vorrecht ausübt und die Bodensache pfändet. Der Lieferant ist nur dann berechtigt, seine Vorbehaltsware zurückzuholen, wenn die Finanzverwaltung die Abholung gestattet oder diese Frist verstrichen ist, ohne dass sie der Abholung widersprochen hat.

Danach hat der Lieferant vier Wochen Zeit, die Vorbehaltsware abzuholen. Dieser Fall wird allerdings nicht oft eintreten, da der Zahlungsverzug zumeist ein Hinweis auf eine Krise des niederländischen Käufers ist. In den meisten Fällen wird die Finanzverwaltung daher ihr Vorrecht ausüben, um ihre Ansprüche zu sichern. Die Konsequenz: Der Lieferant verliert seine Sicherheit endgültig und bleibt auf die Zahlungsfähigkeit des Käufers angewiesen.

Lieferant bleibt auf seinen Kosten sitzen

Im Insolvenzfall erhält der Lieferant für seine Forderung lediglich die Insolvenzquote. Da in niederländischen Insolvenzverfahren erfahrungsgemäß keine Auszahlung stattfindet oder sie allenfalls einen marginalen Bruchteil der angemeldeten Forderungen abdeckt, bleibt der Lieferant sehr wahrscheinlich auf seinen Kosten sitzen.

Eine mögliche Lösung gibt es jedoch: Im Fall eines Forderungsausfalls kann der Lieferant der Finanzverwaltung anbieten, ihr das Vorrecht abzukaufen und die gelieferte Ware dann zurückholen.

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