An der digitalen Transformation kommen Fertigungsunternehmen früher oder später nicht vorbei. Der Hersteller Visiconsult zeigt, wie er mit KI, digitalen Zwillingen, Cloud-Kollaboration und PLM auf die digitale Reise geht und neue Geschäftsmodelle entwickelt.
Für einen effektiven Fertigungsprozess braucht ein Unternehmen digitale Werkzeuge. Dafür entwickelt Visiconsult beispielsweise eine KI-Plattform.
(Bild: Feige FILLING)
Das Unternehmen Visiconsult steckt mitten im digitalen Wandel: Zum einen als Anbieter von Lösungen für Kunden, zum anderen in der eigenen Fertigung.
Basis für diesen Wandel sind digitale Werkzeuge und ein PLM. Nur dann stehen Modelle und Daten zur Verfügung, mit denen Kollaboration und optimierte Prozesse möglich sind.
Aus dieser Transformation heraus, entwickelt Visiconsult zudem neue Geschäftsmodelle, wie beispielsweise „Image analysis as a service“.
Visiconsult, ein weltweit führender Hersteller von industriellen Röntgengeräten und Computertomografie-Inspektionslösungen vollzieht gerade einen digitalen Wandel: Neben Investitionen in KI, Cloud Computing, 3D-Druck, Robotik und nachhaltiges Wachstum setzt das Unternehmen auf Autodesk, um seine Prozesse im PLM für eine reibungslose Kollaboration zu strukturieren.
Die digitale Transformation geschieht auf zwei Ebenen:
Visiconsult ist einerseits an den digitalen Transformationsprozessen auf der Kundenseite beteiligt. Die Kunden erhalten Lösungen, um Fertigungsteile auf Defekte oder Fehler im Inneren zu prüfen. Der Fokus liegt dabei auf Bildmaterial. Während hierzu in der Vergangenheit analoger Röntgenfilm genutzt wurde, führen nun digitale, automatisierte Auswertungsprozesse zu einer effizienteren Produktvalidierung.
Andererseits ist die digitale Transformation auch für das Unternehmen selbst von großer Bedeutung: Alle Prozesse werden digital abgebildet. Auch kommen digitale Technologien wie KI und Cloud zum Einsatz. So gelingt es, traditionelle Geschäftsprozesse durch Innovationen zu wandeln. Bei jeder Transformation werden vorab die Grundlagen durch den Ersatz von analogen Analysen durch digitale Daten geschaffen. Die daran anschließende Optimierung schafft durchgängige Prozesse, die Systembrüche und Insellösungen vermeidet. In der Transformationsphase werden dann Daten- und Prozessansätze für neue Geschäftsmodelle implementiert.
KI und digitaler Zwilling für eine automatisierte Fertigung
Für einen effektiven und nachhaltigen Fertigungsprozess braucht ein Unternehmen digitale Werkzeuge. Denn: frühzeitige Mängelerkennung vermeidet Materialverschwendung und hält Korrekturschleifen gering. Zu diesem Ziel entwickelt Visiconsult eine KI-Plattform, die Defekte noch zuverlässiger und automatisierter erkennt als die herkömmlichen Methoden der Röntgenbildverarbeitung.
Mithilfe von Computertomografie-Bildern entsteht ein digitaler Zwilling des geprüften Teils. Er überwacht das System während des gesamten Produktlebenszyklus. Dieser Zwilling wird von Beginn an mit Informationen über den gesamten Fertigungs-, Design- und Serviceprozess angereichert und kann von den Kunden und Ingenieuren weltweit abgefragt werden. Digitale Detektoren führen eine automatisierte Bildauswertung mit Bildverarbeitung auf den Röntgenbildern durch. Das Ergebnis: ein automatisiertes, stets aktuelles Modell.
Sprechen Sie mit den Experten!
Am 8. Juni 2021 um 17 Uhr erfahren Sie live von Jan Niestrath sowie Lennart Schulenburg von Visiconsult in einem Kamingespräch, wie Sie mit Digitalisierung Ihre Projekte profitabler gestalten können.
Günstiger produzieren durch Automatisierung und PLM
Qualitätsoptimierte, aktuelle Modelle sind nur dann von Vorteil, wenn sie allen Beteiligten kontinuierlich zugänglich sind. Für eine fortschreitende digitale Transformation investiert Visiconsult in die PLM-Software von Autodesk. Sie bildet den Fertigungsprozess ganzheitlich von der Idee bis zum Recycling ab und macht mit einer stets aktuellen Bauteilakte eine bereichsübergreifende digitale Kollaboration in der Cloud möglich. Der Kunde wird dabei so früh wie möglich in den Prozess eingebunden. Dafür werden neben den CAD-Daten des Prüfkörpers auch Metadaten wie Material oder Deadlines in einem automatisierten Prozess digitalisiert. Während Prozesse so für die Kunden übersichtlich und transparent erscheinen, erkennt Visiconsult schnell deren Anforderungen und kann sie passgenau bedienen.
Simulierte und verfeinerte Änderungen lassen sich nach der Realisierung wieder in die Bauteilakte einpflegen. Dies zahlt auf eine fortlaufende Designverbesserung ein. Das Resultat: Das komplette simulierte Modell kann im Voraus programmiert werden und der virtuelle Prüfprozess auf dem Fertigungsteil laufen, bevor es überhaupt produziert wird. PLM hilft Unternehmen auf diese Weise, das Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg zu verfolgen, Verschwendung zu erkennen und zu reduzieren und die Lebensdauer des Produkts zu verlängern.
Der nächste Schritt: Image analysis as a service
Neben diesen Digitalisierungsprozessen bietet Visiconsult als erstes Unternehmen seiner Branche Bilder und Bildinterpretation als Abonnementmodell an. Dadurch sparen die Kunden Zeit und Geld, denn sie sind letztlich nur an den Prüfergebnissen interessiert. Mithilfe von CT-Software und KI erstellt der Hersteller einen exakten digitalen Zwilling des tatsächlichen Teils und führt verschiedene Simulationen durch.
Die Ausrichtung auf die Kundenanforderungen und Absprachen über Prozesse und Strukturen verfolgt Visiconsult als Leitgedanken. So baut das Unternehmen momentan für die agile Fertigung der Zukunft weltweit Lösungscenter zur Kundenabsprache über genau diese Prozesse und Strukturen auf. Der Ansatz ist stets auf dem aktuellen Stand und kosteneffizienter als der Bau einer Fabrik für Inspektionsmaschinen im Ausland. „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, setzen wir auf Softwarelösungen“, so Lennart Schulenburg, Managing Director bei Visiconsult. Deshalb setzt er seine digitale Transformationsreise mit den Schwerpunkten Automatisierung, Kollaboration und Nachhaltigkeit fort – mit Autodesk als Partner.
Stand: 08.12.2025
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* Jan Niestrath ist Industry Manager Manufacturing Industries bei der Autodesk GmbH in 81379 München, jan.niestrath@autodesk.com