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WIG-Engspalt-Verfahren im Kesselbau durch nichts zu ersetzen

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Das Schweißen von Wandstärken unter 40 mm erfordert keinen besonderen Engspalt-Brenner. Mit laminarem Maschinenbrenner und angepasstem Elektrodenüberstand – Stick out – wird die ausreichende Gasabdeckung des Schweißbads und damit der Schutz vor oxidierendem Luft-sauerstoff garantiert. Dazu hat Polysoude einen Maschinenbrenner entwickelt, der den Elektroden-Stick-Out motorisiert – das heißt, entsprechend der zu schweißenden Restwandstärke vorprogrammiert einstellt (Bild 2).

Mit zunehmenden Wandstärken spielt das Engspalt-Schweißen seine Vorzüge immer mehr aus. Das Herzstück dafür, der filigrane und doch so leistungsstarke Brenner, ist ein Meisterwerk hoher Konstrukteurskunst – lediglich 7 mm breit, dabei mechanisch äußerst robust und hitzebeständig (Bild 3). Das Nahtverfolgungs-System schützt zuverlässig vor Kollision mit den haarscharf vorbeigleitenden Fugenkanten.

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Das WIG-Engspalt-Schweißen mit zwei Schweißlagen pro Umlauf in Strichraupentechnik ist eine Alternative zum Verfahren mit Einstrichraupe. Es verlängert zwar die Schweißzeit pro Lage um den Faktor 2 bis 3, hat jedoch in zwei Fällen spezifische Vorzüge. Sobald die Nahtvorbereitung oder die Positionierung die notwendigen engen Toleranzen – 0,1 bis 0,3 mm – für eine Strichraupe pro Lage überschreitet, ist sie das Mittel der Wahl. Gleiches gilt, wenn Eigenschaften eines empfindlichen Grundwerkstoffs begrenzte Schrumpfspannungen erfordern oder die notwendige Streckenenergie bei einer Raupe zum Aufschmelzen der Werkstückkanten zu hoch ist (Bild 4). Zudem gestattet das Fügen mittels zweier Schweißraupen den Einsatz erheblich breiterer, hitzebeständigerer Schweißbrenner mit höheren Standzeiten.

Schweißen mit gependelter Elektrode für große Dicken

Das WIG-Engspalt-Schweißen mit gependelter Elektrode ist ideal bei sehr großen Wandstärken von 150 bis 200 mm – insbesondere wenn für das Fügen mit einer Strichraupe pro Lage notwendige Randbedingungen wie Genauigkeit der Nahtvorbereitung, Beherrschung des Schrumpfprozesses, Konstruktion des Brenners nicht mit vertretbarem Aufwand erfüllt werden können. Die dazu benötigte Gerätetechnik wird allerdings sehr viel komplexer (motorisch erzeugte Pendelbewegung von Elektrode und Zusatzdraht, programmierbar, elektronisch gesteuert und überwacht) und schwerer und kann nur bei entsprechend groß ausgelegten Anlagen präzise positioniert werden.

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