Additive Fertigung – Rapid Prototyping

„Wir finden immer eine Lösung, wir geben nie auf“

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Sie haben fast ausschließlich mit unveröffentlichten Produkten zu tun. Wie sieht es aus mit der Geheimhaltung?

Bruhin: Wir fertigen sehr geheime Teile. Für die meisten Kunden müssen wir eine Geheimhaltungserklärung unterschreiben. Wie Sie sehen, liegen bei uns in der Halle auch keine Teile offen herum.

Herr Reinert, Sie haben vorhin erwähnt, hier in Klingnau bald zu investieren. Was haben Sie für Pläne?

Reinert: Wir werden den Bereich der additiven Fertigung stark ausbauen und mehr Maschinen kaufen. Dadurch können wir unseren Kunden mehr Flexibilität in puncto Materialien anbieten, ohne bei wechselnden Teilen jedes Mal umrüsten zu müssen. Somit können wir zum Beispiel verschiedene Aufträge mit verschiedenen Materialien besser koordinieren und ausführen.

Wie sieht die Zukunft der additiven Fertigung allgemein aus, auf die Schweiz bezogen?

Reinert: Bestimmte Industrien werden in die additive Fertigung einsteigen, vor allem groß Unternehmen werden diesen Schritt bald vollziehen. Bei den KMU wird das weniger der Fall sein. Für diese wird es solche Dienstleistungscenter geben wie das hier von uns.

Zum Werkplatz Schweiz: Wie kann die Schweizer Maschinenindustrie in diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld weiterhin erfolgreich sein?

Bruhin: Es braucht Mut und Durchhaltevermögen. Wir müssen am Ball bleiben, Dinge durchsetzen und auf Qualität setzen. Auch wichtig ist ein hoher Einsatzgrad der Mitarbeiter, alle müssen am gleichen Strang ziehen und zuverlässig arbeiten. Ohne gute, entsprechend ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind wir nicht überlebensfähig. Und der Umgang mit Kunden ist natürlich enorm wichtig.

Reinert: Wenn wir nach Asien schauen, müssen wir feststellen, dass die Chinesen auch gut sind. Wenn nur 0,1 % der Chinesen gut sind, sind das extrem viele. Deshalb müssen wir hier in Europa am gleichen Strang ziehen. Es ist und bleibt unser Vorteil, vertrauenswürdig zu agieren und mit den Kunden ein enges Verhältnis aufzubauen.

Was erachten Sie als Vorteil am Standort Schweiz?

Bruhin: Er ist überschaubar, man ist den Kunden nahe, rein geografisch bedingt. Die Probleme werden zusammen gelöst, es besteht, wenn man das so sagen kann, eine gewisse Art Hilfsphilosophie; man hilft sich gegenseitig aus und denkt mit. Das steigert die Effizienz enorm.

Zum Schluss: Haben Sie ein Motto?

Bruhin: Unsere Vision ist eigentlich simpel; wir bringen das Ding einfach immer zum Laufen.

Reinert: Genau, wir finden immer eine Lösung, wir geben nie auf. Darauf sind wir stolz.

* Weitere Informationen: Max Horlacher AG, Protoshape GmbH in 5313 Klingnau, Tel. (00 41-56) 222 42 01, info@maxhorlacherag.ch und info@protoshape.ch

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