Dr. Fritz Faulhaber „Wir müssen dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus sein.“

Redakteur: Stefanie Michel

Der Vater des heutigen geschäftsführenden Gesellschafters legte vor über 60 Jahren mit der Entwicklung der eisenlosen Rotorspule mit Schrägwicklung den Grundstein für die Geschichte von Faulhaber. Im Interview berichtet Dr. Fritz Faulhaber, was das Unternehmen ausmacht und wie es sich für die Zukunft aufstellt.

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„Innovationskraft war und ist unser wichtigster Unternehmenswert,“ versichert Dr. Fritz Faulhaber.
„Innovationskraft war und ist unser wichtigster Unternehmenswert,“ versichert Dr. Fritz Faulhaber.
(Bild: Faulhaber)

Herr Dr. Faulhaber, 1947 begann die Geschichte Ihres Unternehmens. Für was steht es heute?

Faulhaber: Schon damals war die Gründungsidee meines Vaters, die aus seiner Entwicklung der eisenlosen Rotorspule heraus entstand, ausschließlich technologisch getrieben. Auch heute ist es die „Nasenlänge voraus“, die Faulhaber motiviert. Innovationskraft ist unser wichtigster Unternehmenswert. Diese beschränken sich schon lange nicht mehr nur auf die reine Produktentwicklung. Innovation erstreckt sich heute über alle Unternehmensbereiche, vor allem auch auf Produktionsverfahren und Fertigungsprozesse. In solch wirtschaftlich turbulenten Zeiten wie diesen ist sicher auch Stabilität ein treffender Begriff, für den das Unternehmen Faulhaber steht. Denn um als klassisches mittelständisches Familienunternehmen 60 Jahre am Markt bestehen zu können, muss man doch recht stabil arbeiten.

Welche Ereignisse in der Firmengeschichte haben für Sie persönlich eine große Bedeutung?

Faulhaber: Wir haben zahlreiche Projekte mit unseren Kunden realisiert, die jedes für sich genommen absolut fantastisch sind: Von der Fotokamera bis zur Medizintechnik, von der Tiefsee bis zum Weltall sind wir mit dabei. Von größter Bedeutung für mich persönlich war allerdings das Wachstum, das wir aus eigener Kraft über diesen Zeitraum erreicht haben. Wir machen alle Investitionen aus der eigenen verdienten Kasse und bedienen uns nur sehr bescheiden an Fremdkapital. Aus eigener Kraft ist es uns gelungen, zur heutigen Faulhaber-Gruppe mit immerhin rund 1500 Mitarbeitern heranzuwachsen, unser Technologie- und Produktspektrum zu verbreitern und zu vergrößern und die Vision, die feinsten, kleinen beweglichen Sachen an der Grenze des Machbaren in der Welt zu bauen, Wirklichkeit werden zu lassen. Das ist für mich vielleicht das größte Ereignis, das wir bis zum heutigen Zeitpunkt erreicht haben.

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