Frequenzumrichter

Zehn Tipps für den optimalen Einsatz von Frequenzumrichtern

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Erster Tipp: EMV-Vorschriften beachten

Die EMV-Vorschriften stellten für Wohn- und Geschäftsgebäude generell höhere Anforderungen als für industrielle Umgebungen. Deshalb müssten HLK-Frequenzumrichter die Grenzwerte der EMV-Kategorie C2 nach EN 61800-3 einhalten und über einen EMV-Filter der Klasse A verfügen. Für besonders sensible Bereiche wie Krankenhäuser empfehle sich der Einsatz von Geräten nach EMV-Kategorie C1 (Filter Klasse B).

Die Anteile der erzeugten Oberwellenströme sind laut Mitteilung in Europa durch die Norm EN 61000-3-12 geregelt. Sofern der Umrichter diese Norm nicht erfüllt, seien zusätzliche netzseitige Drosseln einzuplanen.

Zur Einhaltung der EMV-Vorgaben seien immer geschirmte Motorleitungen zu planen. Bei dezentral installierten IP54/55-Geräten sei ein separater Potenzialausgleich mit mindestens 16 mm² zu planen und zu legen. Bei der Verwendung langer Motorleitungen sei zu beachten, dass ab einer Leitungslänge von 50 m die EMV-Normen nicht mehr erfüllt seien. In diesem Fall seien Sinusausgangsfilter zu verwenden, die die maximale Leitungslänge auf 200 m erweitern und dabei erst noch eine längere Motor-Lebensdauer sicherstellen. Der Hersteller solle getestete Kombinationen von Umrichter und Filtern empfehlen können.

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