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Frage 4. Wie können wir die Beziehung zu den Lieferanten gestalten?
Für das Gestalten der Beziehung zu den Lieferanten von Zeitarbeit gibt es vier gängige Modelle. Deren Vor- und Nach-teile gilt es im Einzelfall abhängig vom Bedarf und Budget abzuwägen.
Modell 1: Single Soucing
Beschreibung: ein-Lieferanten-Modell
Vorteile:
- geeignet für kleine Organisationen mit homogenen Bedürfnissen
- überschaubare Geschäftsbeziehung
- guter Response auf die Kundenbedürfnisse
Nachteile:
- Personalpool begrenzt
- Wettbewerb und Vergleichbarkeit von Preis/Leistung fehlen
Modell 2: Preferred Supplier Pool
Beschreibung: Begrenzte Anzahl an qualifizierten Lieferan-ten als Rahmenvertragspartner, die Lebensläufe potentieller Kandidaten bereitstellen
Vorteile:
- Zugang zu einem größeren Personalpool
- In der Regel sehr gute Konditionen aufgrund der Konkurrenzsituation der Lieferanten
Nachteile:
- administrativer Aufwand hoch
- Personalscreening aufgrund der Angebote mehrerer Lieferanten relativ zeitintensiv
- Anzahl der Rahmenvertragspartner kann in großen Unternehmen kontraproduktiv ansteigen
Modell 3: Master Vendor
Beschreibung: Der Master Vendor ist der Hauptlieferant. Sublieferanten, auch „Second Tier“ genannt, werden eingesetzt, sofern Master Vendor kein geeignetes Personal zur Verfügung hat.
Vorteile:
- vereinfachte Administration
- standardisierte Managementinformationen und -systeme
- Einsparungen durch Verhandlungsmacht des Master Vendors
- Konsolidierung administrativer Abläufe wie Fakturierung und Banktransaktionen
Nachteile:
- sorgsames Management und hohes Vertrauen zwischen Kunde und Hauptlieferant unentbehrlich
- Transparenz des Personalpools durch Zwischenschaltung des Master Vendors gering
- unbeliebt bei Second Tier-Lieferanten, da diese in der „zweiten Reihe“ stehen
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