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Zorn Microsolutions auf der AMB 2018 Zerspanungssysteme bringen Mikrosystemtechnik voran

| Redakteur: Peter Königsreuther

Der AMB-Aussteller Zorn Microsolutions setzt bei seinem Messeauftritt auf die 5-Achs-Fräsmaschine Microone, heißt es. Per Simultanbearbeitung eröffne diese Anlage auch den KMU die Welt der wirtschaftlichen Mikrosystemeteileherstellung. Halle 10 am Stand A74.

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Für Zorn Microsolutions ist die Zerspanung ein Schlüsselprozess, um die boomende Mikrosystemtechnik effektiv zu unterstützen. Auf dem Bild sind Mikroteile zu sehen, die mithilfe der kompakten Zorn Microone auf fünf Achsen gefertigt wurden, wie es heißt. AMB Halle 10 am Stand A74.
Für Zorn Microsolutions ist die Zerspanung ein Schlüsselprozess, um die boomende Mikrosystemtechnik effektiv zu unterstützen. Auf dem Bild sind Mikroteile zu sehen, die mithilfe der kompakten Zorn Microone auf fünf Achsen gefertigt wurden, wie es heißt. AMB Halle 10 am Stand A74.
(Bild: Zorn)

Ob Augenmuskelkorrektur, eine neue Herzklappe oder Meniskusoperation: Kein minimalinvasiver medizinischer Eingriff wäre ohne spezialisierte Miniaturwerkzeuge denkbar, sagt Zorn Microsolutions. Auch in der Konsumgüter- und Autoindustrie steige die Nachfrage nach immer kleineren technischen Produkten rasant an.

Nicht ohne Grund ist die Mikrosystemtechnik (MST) mit einem weltweiten Marktvolumen im dreistelligen Milliardenbereich einer der wichtigen Wachstumsmärkte, heißt es weiter. Entsprechend gefragt seien neue und weiterentwickelte Methoden zur Herstellung mikrotechnischer Bauteile. Das Zerspanen zählt laut Zorn dabei zu den Schlüsseltechnologien.

Viele Zerspanungssysteme sind fürs „Kleine“ oft nicht ganz geeignet

Übliche Zerspanungsverfahren lassen sich allerdings nur begrenzt – beziehungsweise nur mit hohem Aufwand – an die steigenden Anforderungen der MST adaptieren, wie Zorn zu bedenken gibt. Elemente aus der Ultra-Präzisionszerspanung, wie hydrostatischen Führungen oder aerostatisch gelagerten Spindeln führten außerdem zu relativ großen, komplexen Maschinen, die leider auch recht anfällig seien. Dadurch sind sie sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb teuer, wie Zorn anmerkt. Ein Hemmschuh also für eine Innovation in diese Richtung. Denn, wie Zorn sagt, speziell fortschrittliche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben oft weder das Geld noch den Platz für derartige Fertigungssysteme.

Professionelles Mikrobearbeitungszentrum zerspant auf kleinem „Fuß“

Ein alternativer Ansatz stamme aus der Automatisierungstechnik, und setze auf die Erfahrungen aus der Mikromontage. Denn bereits in den 1970er-Jahren gab es laut Zorn Prozesse für das Montieren winziger Komponenten auf engstem Raum, die nur automatisiert machbar gewesen seien – etwa die Glühwendelmontage in Miniaturlampen. Dieses Wissen habe sich die Zorn Microsolutions zunutze gemacht. Mit einem Team aus Maschinenbau- und Automatisierungsprofis sowie Spezialisten aus der Mikromontage, hat das Unternehmen nun eine auf die Anforderungen von KMU abgestimmte CNC-Fräsmaschine extra für die Mikrozerspanung konstruiert, erklärt der AMB-Aussteller.

Das Ergebnis ist die Zorn Microone, bei der es sich um eine leicht bedienbare, kompakte Mikrofräse mit fünf Achsen, handelt, die laut Hersteller die Werkstücke mikrometergenau bearbeiten kann. Das professionelle Mikrobearbeitungszentrum benötige lediglich 0,9 m² (760 mm × 1100 mm) Stellfläche. Ihr modulares Baukonzept erlaube es sie flexibel an verschiedene Applikationen anzupassen. So ließe sich beispielsweise das Bearbeitungs- vom Steuerungsmodul trennen. Das gilt als ideales Feature, wenn es um die Integration in eine automatisierte Produktionsanlage bei beengten Platzverhältnissen geht, wie Zorn betont.

Die hochwertige, mechanisch wie thermisch extrem stabile Konstruktion bietet Bedienern einen zweiseitigen Zugang zum Werkstück im Bearbeitungsraum. In Kombination mit der für Sitzarbeitsplätze justierbaren Arbeitstischhöhe ist eine ergonomische Bedienung der Zorn Microone problemlos realisierbar.

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