Speichermangel

Zinkbatterie – 90 Prozent günstiger bei doppeltem Wirkungsgrad

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Neuartige Zinkbatterie könnte Energiewende mitentscheiden

Das Team am Fraunhofer IZM in Berlin ist verantwortlich für die Auslegung des Demonstrators, den Aufbau eines Teststands und die Durchführung der Zuverlässigkeitstests. Weil diese Art von Zink-Wasserstoff-Speichern bisher einmalig sei, musste auch eine entsprechende Testumgebung entwickelt werden. Dafür wird eine hochpräzise „intelligente“ Steuerung entwickelt, mit der unterschiedliche Parameter angepasst und optimiert werden können. Die Crux dabei war es, die Ladeparameter so anzupassen, dass über mehrere Tausend Zyklen ein stabiler Betrieb möglich ist, erinnern sich die Berliner. Bisher gebe es keine andere aufladbare Zinkbatterie, bei der eine derartig große Langzeit- und Zyklenstabilität existiert, weil die Gefahr von Kurzschlüssen durch Zinkdendriten oder schaumartige Zinkabscheidung besteht.

Das neuartige Zink-Wasserstoff-Speichersystem kann zu einem Zehntel der Kosten von Lithium-Batterien produziert werden. Es speist Wasserstoff dann sogar bedarfsgerecht in den Energiekreislauf.(Bild:  Zn2H2 GmbH)
Das neuartige Zink-Wasserstoff-Speichersystem kann zu einem Zehntel der Kosten von Lithium-Batterien produziert werden. Es speist Wasserstoff dann sogar bedarfsgerecht in den Energiekreislauf.
(Bild: Zn2H2 GmbH)

Die ersten Tests an Einzelzellen wiesen bereits große Erfolge auf. Denn bei einer realistischen Nutzung in jahreszeitbedingten Dunkelpausen, aber auch bei der täglichen Nutzung als Solarspeicher, sollen die preiswerten Katalysatoren eine Lebensdauer von über 10 Jahren haben. Bis zur finalen Industrietauglichkeit muss das System aber noch einige Etappen des Up-Scaling durchlaufen. Doch bereits jetzt habe das Unternehmen Zn2H2 schon Patente angemeldet.

Das Projekt Zn-H2 wird unter der Fördernummer 03SF0630A vom BMBF gefördert und läuft noch bis September 2025. Am Projekt beteiligt sind außerdem das Fraunhofer IFAM, die Technische Universität Berlin und das Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft.

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