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Stahlo zeigt Werk in Gera als 3D-Modell

Zukunft ist ultrahochfest

| Autor: Reinhold Schäfer

Anhand eines physischen 3D-Modells können sich Besucher am Unternehmensstand auf der Messe Euroblech bereits über das Setup des neuen Stahlo-Standorts in Gera informieren.
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Anhand eines physischen 3D-Modells können sich Besucher am Unternehmensstand auf der Messe Euroblech bereits über das Setup des neuen Stahlo-Standorts in Gera informieren. (Bild: Stahlo Stahlservice)

Exklusiv auf der Euroblech 2018 gibt Stahlo Stahlservice auf seinem Stand erste Einblicke in das neue Werk in Gera.

Mit der Errichtung seines neuen Werks in Gera mit einer Produktionshalle von 22.000 m² geht das Unternehmen Stahlo Stahlservice, das zur Friedhelm Loh Group gehört, einen Schritt weiter in der Bearbeitung von ultrahochfesten Stählen. Künftig sollen an dem Standort, dessen Inbetriebnahme für Anfang 2019 geplant ist, auf einer zweiten, neuen Längsteilanlage Stähle mit bis zu 1900 MPa zu Spaltband verarbeitet werden. Bis zu 60 Streifen sollen sich künftig in einem Arbeitsgang spalten lassen.

Europaweit einmalig

Damit setze Stahlo, eines der größten werksunabhängigen Stahl-Service-Center in Deutschland, ein deutliches Zeichen in Richtung Technologieführerschaft in diesem Marktsegment. „Das ist europaweit einmalig“, sagt Stahlo-Geschäftsführer Guido Spenrath. „Auf der Eingangsseite können wir zukünftig Coils bis zu einer Breite von 1850 mm aufsetzen und Spaltbänder bis zu 16 mm Breite in einem Arbeitsgang produzieren“, so Spenrath weiter. Insgesamt werde Stahlo am Standort in Thüringen über eine Produktionskapazität von rund 400.000 t verfügen – von der Produktion von Spaltbändern und Formzuschnitten über Trapeze bis zu Konturen. Stahlo, Schwesterunternehmen des Schaltschrankherstellers Rittal, investiert am Standort Gera insgesamt 45 Mio. Euro.

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Neben einer zweiten Längsteilanlage erweitert das Stahlservice-Center auch die Kapazitäten beim Konturenschneiden. Zur weiteren Ausrüstung in Gera gehört daher eine zweite Platinenschneidanlage der neuesten Generation, mit der neben Stahl sowie nichtrostendem Stahl auch Aluminium verarbeitet werden kann.

Da Stahlo bereits frühzeitig auf hochfeste und ultrahochfeste Stähle gesetzt hat, kann das Unternehmen hierbei vom Wareneingang über die Verarbeitung bis zur Verpackung auf eine langjährige Erfahrung und gewachsene Kompetenz seiner Mitarbeiter zurückgreifen – in Zeiten des Fachkräftemangels ein entscheidender Aktivposten.

Viel Wert auf eine optimale Konfiguration hat Stahlo bei dem Werk auch auf die Logistikprozesse gelegt. Für einen nahtlosen internen Materialfluss sorge ein automatisches Coil-Lager mit nahezu autonom arbeitender Krananlage.

Qualitätskontrolle in Echtzeit

Eingebettet in die gesamten Stahlo-Prozesse ist strengste Qualitätssicherung, heißt es. Das Stahlservice-Center ist nach IATF 16949 zertifiziert. Im eigenen Prüflabor untersucht der Stahlspezialist Materialien auf deren mechanischen und chemischen Eigenschaften. Berührungsfreie Inline-Messsysteme kontrollieren die Einhaltung der Toleranzen in der laufenden Produktion, heißt es weiter.

Ein entscheidender Baustein für die Leistungsfähigkeit des Werks sei auch die IT. Ein Großteil der Prozesse vor Ort sollen künftig automatisiert ablaufen. Zudem werden Betriebs- und Maschinendaten lückenlos erfasst.

Trends frühzeitig erkannt

Den Trend zur Verarbeitung von Stahl-Werkstoffen mit hohen bis höchsten Festigkeiten hat die Stahlo Stahlservice GmbH & Co. KG schon früh erkannt. Seit 2004 verarbeitet das Unternehmen in Gera ultrahochfeste Stähle mit Festigkeiten bis zu 1400 MPa. Neben einer Längsteilanlage gehört heute auch eine Konturenschneidanlage zur Ausrüstung. Letztere zählt unter den werksunabhängigen Stahl-Service-Centern dabei zu den größten und modernsten in Europa, so der Unternehmen. Wie die Spaltanlagen sei auch sie für die Verarbeitung von hochfesten Stählen in Außenhautqualität ausgelegt.

Stahlo Stahlservice, Messe Euroblech 2018: Halle 17, Stand E78

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