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Keramik-Werkstoffe Zukunft technischer Keramik bleibt von der Hartbearbeitung abhängig

| Autor/ Redakteur: DENNIS HAHMANN, WIEBKE HAHMANN, PETER HERZENSTIEL, CHRISTOPH SAMMLER UND ANDERE / Josef-Martin Kraus

Die Markterschließung des Werkstoffs Keramik für technische Produkte hängt vor allem von den Fortschritten in der Keramikbearbeitung ab, zum Beispiel von der Etablierung endkonturnaher Formgebungsverfahren. Der wichtigste Wertschöpfungsprozess bleibt jedoch die Hartbearbeitung, deren Verfahrensspektrum für Verschleißteile im Maschinenbau breiter wird.

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Bild 1: Technische Keramik gewinnt bei Schneiden, Formwerkzeugen und medizinische Produkten an Bedeutung. Das zeigt eine Umfrage des WGP-Arbeitskreises „Bearbeitung sprödharter Werkstoffe“.
Bild 1: Technische Keramik gewinnt bei Schneiden, Formwerkzeugen und medizinische Produkten an Bedeutung. Das zeigt eine Umfrage des WGP-Arbeitskreises „Bearbeitung sprödharter Werkstoffe“.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der WGP-Arbeitskreis „Bearbeitung sprödharter Werkstoffe“ hat eine Umfrage zur „Zukunft der Keramikbearbeitung“ durchgeführt. Zahlreiche Hersteller und Bearbeiter technischer Keramiken wurden befragt. Im Fokus der Befragung standen die Analyse der aktuellen Unternehmenssituation und die zukünftige Entwicklung des Produktspektrums sowie die dafür benötigten Bearbeitungsstrategien.

Unternehmen in der technischen Keramik haben meist viele Beschäftigte

Die Fragebögen wurden zu 90% vom mittleren Management beantwortet. Die Beantwortenden verfügten mehrheitlich über den akademischen Grad eines Doktor-Ingenieurs. Bei der Hälfte der befragten Unternehmen handelt es sich um vergleichsweise große Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten.

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Der Arbeitskreis der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik e.V. (WGP) mit Sitz an der TU Chemnitz ist ein Zusammenschluss verschiedener fertigungstechnisch orientierter Forschungsinstitute. Er wurde auf Empfehlung der DFG (Deutsche Forschungsgesellschaft) zur Verbesserung der Kooperation zwischen den Forschungsinstituten gegründet. Seit der Gründung im Jahr 1987 treffen sich die Vertreter der teilnehmenden Institute ein bis zwei Mal pro Jahr.

Die Arbeitskreistreffen dienen unter anderem dem Erfahrungsaustausch. Inhaltlich werden dort institutsübergreifende Fragestellungen zur Bearbeitung sprödharter Werkstoffe thematisiert. Dazu zählen beispielsweise die Bearbeitbarkeit monokristalliner Werkstoffe und Gläser und das Zukunftspotenzial technischer Keramiken.

Positive Umsatzentwicklung bei den Herstellern von Keramikbauteilen

Die Umsatzentwicklung wird von allen befragten Unternehmen als durchweg positiv beurteilt, berücksichtigt jedoch nicht die durch die Finanzkrise hervorgerufenen Änderungen. Die Gewinnentwicklung wird – verglichen mit der Umsatzentwicklung – ebenfalls positiv, jedoch etwas weniger optimistisch gesehen.

Steigender Wettbewerb und somit sinkende Gewinne trotz steigender Nachfrage können dafür als Ursache genannt werden. Dies wird durch die seit dem Jahr 2003 steigenden Mitarbeiterzahlen im Bereich der keramischen Produkte bestätigt.

Verschleißteile im Maschinenbau bilden Schwerpunkt bei technischer Keramik

Das Produktspektrum an Bauteilen und Komponenten aus technischer Keramik ist bei den befragten Unternehmen über die verschiedenen Anwendungsfelder von nahezu gleicher Bedeutung, wobei der Schwerpunkt bei den Verschleißteilen im Maschinenbau liegt. Für das Jahr 2012 wird für alle Produktgruppen eine steigende Relevanz prognostiziert. Insbesondere die Bereiche Schneidkeramik, Um- und Abformwerkzeuge sowie medizinische Produkte könnten an Bedeutung gewinnen (Bild 1).

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