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Covestro 3D-Druck-Schmelzschichtverfahren klebt Schuhsohlen

Redakteur: Peter Königsreuther

Der technisch anspruchsvollste Schritt ist dabei die Verklebung der Laufsohle mit dem Schuhobermaterial. Innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums entwickelte Covestro dafür eine effiziente Lösung, wie es heißt.

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Auf der Simac Tanning Tech Fachmesse vom 20. bis 22. Februar 2018 in Mailand zeigt ATOM Lab, der Forschungs- und Innovationsbereich des Schuhmaschinenherstellers ATOM, erstmals einen vollautomatisierten Prozess für die Schuhproduktion. An seinem Stand in Halle 14 können Besucher 3D-gedruckte Sohlen und Obermaterialien aussuchen und sich daraus individuell Schuhe fertigen lassen.
Auf der Simac Tanning Tech Fachmesse vom 20. bis 22. Februar 2018 in Mailand zeigt ATOM Lab, der Forschungs- und Innovationsbereich des Schuhmaschinenherstellers ATOM, erstmals einen vollautomatisierten Prozess für die Schuhproduktion. An seinem Stand in Halle 14 können Besucher 3D-gedruckte Sohlen und Obermaterialien aussuchen und sich daraus individuell Schuhe fertigen lassen.
(Bild: Covestro)

Der Erfolg basiere auf Polyurethan-Rohstoffen für Klebstoffe, die per Digitaldruck auf der Außensohle oder dem Obermaterial aufgebracht werden könnten. Für die Applikation verwendet das Unternehmen Atom Lab eine Variante des Schmelzschichtverfahrens (Fused Filament Fabrication, FFF, oder Fused Deposition Modeling, FDM). Bei diesem Prozess kommen Stränge schmelzbarer Klebstoffe, sogenannte Filamente, zum Einsatz, die dabei aufgeschmolzen werden, wie Covestro erklärt. Die Klebstoffschmelze werde dann nach einem vorgegebenen digitalen Druckbild aufgebracht. Sohle und Obermaterial werden anschließend unter Druck miteinander verklebt. Dabei entstehe eine feste, belastbare und dauerhafte Klebeverbindung.

Auch saugfähige Substrate sind gut zu verkleben

Die Applikation unter Verwendung von Klebstofffilamenten verläuft laut Covestro relativ schnell und effizient. Sie sei darüber hinaus sehr präzise und reproduzierbar und auch für saugende Substrate gut geeignet. Durch den Einsatz des festen Filaments muss der Klebstoff außerdem nicht getrocknet werden, heißt es. Der Klebstoff zeichne sich auch durch eine hohe Anfangsfestigkeit aus. Weil Applikation aus der Schmelze erfolgt, ist der Klebstoff quasi bereits aktiviert, so Covestro. Bei genügend langer offener Zeit könne deshalb auf eine Wärmeaktivierung vor dem Verpressen verzichtet werden. Insgesamt ließen sich durch diese Alternative zwei Prozessschritte der herkömmlichen Sohlenverklebung einsparen.

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