Isra Vision 3D-Sensor erfasst die Lage von Werkstücken durch 3D-Freiformen

Redakteur: Udo Schnell

Lageerkennung ist die Hauptaufgabe robotergeführter Sensoren. Ein neuer 3D-Sensor detektiert jetzt Konturen und Objekte im Raum und ermöglichte es damit, alle gewünschten Arbeitsschritte ohne eine weitere Prüfung der Zielkoordinaten durchzuführen. Aufgrund seine Fähigkeit zum präzisen Vermessen von Freiformflächen erfasst das System gesamte Objekte und deren Merkmale.

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Der APS3D erfasst das Objekt mit einem Streifen- oder Zufallsmuster oder Phase-Shift-Beleuchtung – je nach Aufgabe.
Der APS3D erfasst das Objekt mit einem Streifen- oder Zufallsmuster oder Phase-Shift-Beleuchtung – je nach Aufgabe.
(Bild: Isra)

Messtechnik – us. Der 3D-Kombi-Sensor APS3D verbindet 3D-Roboterführung und In-Line-Messtechnik in einem Sensor. Wie Isra Vision mitteilt, kombiniert der hochauflösende Sensor die Verfahren Stereometrie und Triangulation mit phasenschiebender Beleuchtung. Oberflächeninformationen werden, so das Unternehmen weiter, schnell und verlässlich erfasst. Automatisch erzeuge der APS3D Daten aus einer Punktwolke und ermögliche ein schnelles Data-Meshing und den finalen Abgleich mit digitalen Vorlagen. Mittels des „goldenen Samples“ aus CAD-Daten erkennt der Sensor hochgenau das Objekt und seine Position, heißt es.

Alle relativen räumlichen Beziehungen der Merkmale werden festgestellt. Dadurch werden laut Isra notwendige Arbeitsschritte ohne weitere Messung durchgeführt. Das Vermessen von Formen und Konturen ersetze die gängige Detektion von Merkmalen. So entsteht eine formbasierte Roboterführung. Die Bestimmung von Lochmaßen sowie die Spalt- und Bündigkeitsmessung kann laut Isra so nahtlos erfolgen.

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Wie Isra weiter ausführt, gehen die Anwendungsmöglichkeiten aufgrund des integrierten Hochleistungsprozessor weit über Applikationen wie Shape Measurement und geometrische In-Line Messung hinaus. Als Beleuchtungsvarianten biete der Sensor die phasenschiebende Beleuchtung als auch Zufallsmusterbeleuchtung an. Damit reichen die Einsatzmöglichkeiten von on-the-fly Aufnahmen (Single Shot) bis hin zu hochpräzisen, profilhaften Scans.

Als Teil der Touch & Automate-Plattform ist der 3D Multisensor laut Isra in der Lage, intelligent Softwarebausteine neu zu laden und Applikationsanwendungen zu erfüllen. Beim Teamwork mit mehreren Sensoren in einem Netzwerk werden unterschiedliche Aufgaben von dem jeweiligen Sensor erledigt. So könne ein Objekt in vollem Umfang dreidimensional erfasst werden, oder mehrere Sensoren scannen die selbe Fläche und liefern mit dieser Datenredundanz die Voraussetzung für maximale Präzision. Auch größere oder besonders komplexe Oberflächen lassen sich so sicher erfassen, heißt es weiter. Mit seinen Vernetzungsmöglichkeiten und der Anpassungsfähigkeit des Sensors sei er der ideale Baustein für moderne Smart Factory- und Industrie 4.0-Konzepte.

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