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Großer Arbeitsraum ermöglicht Mehrfachspannung kleinerer Bauteile
Präzisionsanwendungen gibt es demnach viele. Aber tatsächlich auch für eine Präzisionsmaschine mit Verfahrwegen von 1800 mm × 2100 mm × 1250 mm? Bei Dixi zweifelt man nicht daran. Bislang gibt es weltweit keine Maschine in dieser Größenordnung, die Genauigkeiten im Raum von 35 µm erzielt. Ergo muss bislang von den potenziellen Anwendern ein exorbitanter Aufwand betrieben werden, um überhaupt entsprechend präzise Bauteile fertigen zu können, wobei gerade dieser Mehraufwand im Umkehrschluss auch den Mehrpreis der Dixi 210 gegenüber normalen Bearbeitungszentren rechtfertigt. Auch die wirtschaftliche Auslastung wird als eher unproblematisch eingestuft, denn der große Arbeitsraum bietet etliche Möglichkeiten der Mehrfachspannung kleinerer Bauteile, die sich aufgrund der hohen volumetrischen Genauigkeit der Maschine beliebig auf der Palette platzieren ließen, ohne dass man Einbußen bei der Qualität befürchten muss.
Im Werk in Le Locle werden die Maschinen in einer Hallenumgebung produziert, in der die Temperatur auf 0,2 °C genau konstant ist. Dies wiederum führt zu der Frage, ob Anwender auf ihrer Suche nach dem Mikrometer ähnliche Vorleistungen im Umfeld der Produktion erbringen müssen. Natürlich spielt die Maschine in diesem Kontext die entscheidende Rolle. Doch selbstredend muss auch das betriebliche Umfeld passen. So muss etwa die Temperatur in den Werkshallen jederzeit konstant sein, um prozesssicher und immer auf das Mikrometer wiederholgenau fertigen zu können.
Dixi-Maschine wird nach der Installation komplett volumetrisch vermessen
Ebenso müssen die Spannvorrichtungen entsprechend ausgelegt sein, wobei noch dazu beim Spannen selbst darauf zu achten ist, keine Spannungen oder gar Deformationen in das Bauteil zu bekommen. Und letztlich spielen auch die eingesetzten Werkzeuge und die Bearbeitungsstrategien ein Rolle, um während des Prozesses möglichst wenig Temperatur und Belastungen ins Bauteil zu bringen.
Zur Unterstützung der Anwender wird die Dixi-Portalmaschine auf die individuellen Rahmenbedingungen hin optimiert. Dazu wird sie nach der Installation komplett volumetrisch vermessen und gegebenenfalls numerisch feinstjustiert respektive kompensiert. Und sollten während dieses Prozesses Störfaktoren im Umfeld auffallen, weist man den Kunden darauf hin und berät, was zu tun ist, um die entscheidenden Mikrometer zu finden. Damit die Genauigkeit im späteren Prozess beim Kunden nicht verloren geht, verfügt die Dixi 210 über ein spezielles Thermomanagement mitsamt Kühlung für alle wärmebildenden Komponenten.
* Tobias Steiner ist Geschäftsführer von Dixi Machines, a Division of Mori Seiki International SA in 2400 Le Locle (Schweiz).
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