In Grenzen autonom Uber startet mit Autobrains Robotaxi-Test in München

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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In der bayerischen Landeshauptstadt beginnt ein Test in Sachen Robotertaxis des Fahrdienstevermittlers Uber mit dem israelischen KI-Unternehmen Autobrains ...

München wird wohl globale Teststadt für ein Uber Projekt bezüglich Robotaxis, das zusammen mit Autobrains durchgeführt werden soll ...(Bild:  Uber)
München wird wohl globale Teststadt für ein Uber Projekt bezüglich Robotaxis, das zusammen mit Autobrains durchgeführt werden soll ...
(Bild: Uber)

Eine Flotte autonomer Fahrzeuge soll von Uber und Autobrains in München aufgebaut werden. Das jedenfalls kündigten die Unternehmen auf der Technologiekonferenz GTC in Taipeh an. Die Fahrzeuge genügten der Stufe 4, was bedeutet, dass die Robotaxis in klar umrissenen Arealen komplett ohne Fahrer betrieben werden dürften. Die Passagiere könnten während der Fahrt getrost schlafen, arbeiten oder Filme ansehen. Damit sind laut Uber aber auch Fahrzeuge ohne ein klassisches Cockpit denkbar, weil kein Mensch eingreifen muss. Das Fahrzeug darf aber nur in einem vorher festgelegten Bereich fahren – zum Beispiel innerhalb des mittleren Rings in München oder auf bestimmten Autobahnabschnitten. Das Projekt basiert übrigens technologisch auf der Rechenplattform des Chipgiganten Nvidia.

Das Autobrains-System arbeitet mit KI-Agenten

Das technische Herzstück des Projekts ist die sogenannte Agentic A von Autobrains aus Israel. Das Besondere sei, dass im Gegensatz zu üblichen Ende-zu-Ende-KI-Modellen, die die gesamte Fahraufgabe als ein einziges großes System verarbeiteten, der Autobrains-Ansatz den Fahrvorgang in spezialisierte, eigenständige Software-Agenten zerlegt. Ein KI-Agent bewertet dann etwa Vorfahrtsregeln, ein anderer achtet auf die Fußgänger und wieder andere Agenten sind für Aufgaben wie den Spurwechsel zuständig. Ein übergeordnetes System bewertee diese Dimensionen des Verkehrsgeschehens parallel und treffe dann in Echtzeit verbindliche Entscheidungen. München dient für das Konsortium als weltweite Launch-City, weil außer die dichte urbane Infrastruktur und die Nähe zu führenden Automobilkonzernen vor allem die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland dazu passen.

Teure Robotaxi-Spezialfahrzeuge sind nun passé

Im Zentrum der strategischen Partnerschaft steht ein grundlegender Paradigmenwechsel für die kommerzielle autonome Mobilität, wie man betont. Denn auf teure maßgeschneiderte Spezialfahrzeuge könne nun verzichtet werden. Und bisherigen Dienste für Robotaxis, wie etwa die Google-Tochter Waymo, setzen derzeit auf hochgradig individualisierte Fahrzeugflotten mit komplexen Sensorenaufbauten auf dem Dach. Das neue Programm in München etabliert stattdessen ein sogenanntes OEM-agnostisches Modell. Das heißt laut Uber, dass sich das System unkompliziert in bestehende Serienfahrzeuge verschiedenster Automobilhersteller (OEMs) wie Audi, BMW, Mercedes oder Volkswagen integrieren lässt. Für die Autobranche soll sich damit die Möglichkeit eröffnen, eigene Fahrzeugplattformen ohne immensen Entwicklungsaufwand in ein autonomes Fahrdienste-Netzwerk einzuflechten.

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