Smart Factory Day 2026 Digitaler Wissenszwilling: teure Lernkurven vermeiden

Von Thomas Günnel 2 min Lesedauer

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Am 10. und 11. Juni veranstaltet »Automobil Industrie« in Berlin den zehnten Smart Factory Day. Ein Thema: ein digitaler Wissenszwilling, der teure Lernkurven vermeiden soll.

Im digitalen Wissenszwilling sollen  Systemdaten aus komplexen Umgebungen mit Erfahrungen verschmelzen.(Bild:  KI-generiert)
Im digitalen Wissenszwilling sollen Systemdaten aus komplexen Umgebungen mit Erfahrungen verschmelzen.
(Bild: KI-generiert)

„Jedes neue Werk wiederholt die Fehler des ersten“ – beschreiben Florian Jordan von Stahl Automotive Consulting, und Florian Offergelt von der Unternehmensberatung Quantics Plus, das Problem, wenn Wissen lokal gebunden ist. Im Vortrag: „Knowledge as an Asset: Wie Sie das Gehirn Ihres besten Werks global skalieren“ sprechen beide über das Milliarden-Risiko „Lernkurve“ – und einen digitalen Wissenszwilling.

Vorschau auf den Vortrag beim Smart Factory Day 2026

Bei globalen Expansionsstrategien ist die Hardware skalierbar, das Wissen hingegen bleibt lokal fragmentiert. In hochkomplexen Umgebungen – zum Beispiel New Tech, Batterie, Semiconductor – führt das zu einem „Ramp-up Paradox". Jedes neue Werk wiederholt die Fehler des ersten. Das Ergebnis sind vermeidbare Anlaufverluste in Millionenhöhe und eine überlastete zentrale Task Force.

Die Referenten zeigen eine Vorlage für eine „kognitive Fabrik“. Deren Kern ist laut der Referenten das weltweit erste und einzige Framework, das implizites „Könner-Wissen" – Expertise, Kontext und Entscheidungen – mit expliziten Systemdaten in einem digitalen Wissenszwilling vereint.

Weltweite Best-Practices überall verfügbar

Florian Jordan ist Partner bei Stahl Automotive Consulting.(Bild:  Stahl Automotive Consulting)
Florian Jordan ist Partner bei Stahl Automotive Consulting.
(Bild: Stahl Automotive Consulting)
Prof. Dr. Florian Offergelt ist Inhaber der Professur für organisationales Wissensmanagement und Führung am universitären Hochschulinstitut Schaffhausen.(Bild:  Quantics Plus)
Prof. Dr. Florian Offergelt ist Inhaber der Professur für organisationales Wissensmanagement und Führung am universitären Hochschulinstitut Schaffhausen.
(Bild: Quantics Plus)

Reduzieren Sie die Abhängigkeit von lokalen Experten-Teams, indem Sie das globale Best-Practice-Wissen am Point of Need verfügbar machen, multilingual und in Echtzeit.Speed-to-Profit. Verkürzen Sie die Phase der Unwirtschaftlichkeit bei neuen Standorten massiv. Das Wissen des Lead-Werks wird zum Startwert für den globalen Rollout.

Wir bauen keine weitere Datenbank, sondern eine aktive Entscheidungshilfe für Werksleiter und Linienverantwortliche, die Anomalien interpretiert, bevor sie zu Stillständen führen. Anhand aktueller Case Studies aus der Hochtechnologie-Produktion zeigen wir, wie der Transfer zwischen Pilotwerken in Europa und neuen Standorten in Nordamerika synchronisiert wird. Wir zeigen, das „First-Time-Right" keine Glückssache ist, sondern das Ergebnis einer systematischen Wissens-Architektur.

Smart Factory Day 2026

Wie entwickelt Mercedes-Benz Software und Prozesse für die Produktion? Und wie entsteht der neue Axialflussmotor? Wir schauen uns beides an: In einer individuellen Werksführung im Digital Factory Campus in Berlin-Marienfelde. Wann? Am 10. und 11. Juni beim Smart Factory Day.

Wir diskutieren außerdem darüber, welche neuen Aufgaben Beschäftigte benötigen, um mit humanoiden Robotern und Künstlicher Intelligenz zu arbeiten. Zusätzlich: Automatisierte Kabelsatzproduktion und -montage, digitale Zwillinge, Automation in der Produktion von Batterien und E-Motoren, eine Startup-Session, eine Ausstellung mit Produkten zum Anfassen; Neues zu Datenanalyse und maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz. 

Smart Factory Day – das Event mit Expertenwissen aus der Automobilindustrie für die Automobilindustrie.
 

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