Verbindungstechnik 80 Knoten übers Wasser nur mit dem Wind?

Quelle: Pressemitteilung

Das innovationsfreudige SP80-Team ist auf einen neuen Segel-Geschwindigkeitsrekord aus: 80 Knoten oder 150 km/h mit reiner Windkraft. Mit an Bord des eigens konstruierten Bootes der EPFL-Ingenieure und Studenten ist Verbindungstechnik von Fischer Connectors.

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Vision in 3D: Die SP80-Konstrukteure legen ihr Boot für eine Rekord-Segelgeschwindigkeit von 150 km/h aus.
Vision in 3D: Die SP80-Konstrukteure legen ihr Boot für eine Rekord-Segelgeschwindigkeit von 150 km/h aus.
(Bild: SP80)

Fast startklar: „Momentan sind einige Mitglieder unseres internationalen Teams von fast 50 Personen dabei, der innovativen Konstruktion unseres Bootes, das in der Werft von Persico Marine in Italien gebaut wird, den letzten Schliff zu geben", berichtet Mayeul van den Broek, CEO des Startups SP80 aus Renens nahe Lausanne, das ein Team von Ingenieuren und Studierenden der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) 2019 gegründet hatte.

Das SP80-Team will den seit 2012 bestehenden Segel-Geschwindigkeitsrekord von 65,45 Knoten (121,21 km/h) brechen. Ziel ist es, nur mit reiner Windkraft beim Segeln eine Geschwindigkeit von 80 Knoten (148,16 km/h) zu erreichen. Eine wichtige Rolle spielen auch verschiedene Sensoren. Diese versorgen den Bootsführer und das Team an Land mit wichtigen Daten. Bei der Übertragung der Sensordaten nutzt SP80 Lösungen von Fischer Connectors.

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„Es laufen gerade mehrere Projekte, die zum Ziel haben, den langjährigen Segel-Geschwindigkeitsrekord zu brechen“, erzählt van den Broek. „Das ist ein faszinierendes technologisches Abenteuer, denn die Gesetze der Physik stellen uns vor riesige Herausforderungen.“

Wie die Konstruktion Tempo macht

Optisch wirkt das Carbonfaser-Boot SP80 wie eine Mischung aus Formel-1-Rennwagen und Düsenjäger. Es ist speziell dafür entwickelt, so schnell wie möglich über das Wasser zu gleiten und dafür mit einem extrem belüfteten dreieckigen Tragflügel ausgerüstet. Die Konstruktionsweise des Tragflügels sorgt für größte Stabilität und verhindert Kavitationseffekte – ein Phänomen, bei dem das Wasser rund um die Tragflügel bei extremen Geschwindigkeiten zu kochen beginnt, was das Boot verlangsamen würde.Gezogen wird das Boot von einem riesigen Kite-Drachen.

Zahlreiche Sensoren und Messgeräte überwachen den Zustand des Bootes und das Verhalten des Bootsführers. Übertragen werden die so gesammelten Messdaten über die Verbindungstechnik von Fischer Connectors: Steckverbinder, Kabel sowie elektronische Lösungen. Das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz liefert Hochleistungsverbindungslösungen für anspruchsvolle Betriebsbedingungen, beispielsweise im Meer oder generell unter Wasser, im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich, in der Medizin, bei Test- und Messanwendungen oder auch in der industriellen Automatisierung.

„Wir sind sehr darauf bedacht, die bestmögliche Leistung und Zuverlässigkeit bei der Datenübertragung zu erreichen", so van den Broek. Die technischen Anforderungen seien entscheidend, wenn es darum ginge, die verschiedenen Sensoren miteinander zu verbinden, ein zentraler Bestandteil der Ausrüstung des Bootes und des Bootsführers.

„Die Technologiepartnerschaft mit Fischer Connectors ist ein logischer Schritt auf unserem Weg zum Weltrekord“, sagt van den Broek. „Die innovativen Lösungen, die wir entwickeln, um die Aerodynamik unseres Bootes über Wasser zu verbessern und die Reibung des Rumpfes und des Tragflügels unter Wasser zu minimieren, müssen sowohl während der Entwicklungsphase als auch während des eigentlichen Rekordversuchs überwacht werden."

Mit vernetzten Daten zum Rekordversuch

Während der Entwicklungsphase werden Sensoren eingesetzt, um die Robustheit der Hochleistungsmaterialien des Bootes (Carbon, Titan, Edelstahl) zu verbessern und zu überprüfen. Während des Rekordversuchs werden durch die unterschiedlichen, direkt ins Boot eingebauten elektronischen Komponenten und Kontrollsensoren Daten erhoben; ebenso aus dem Informationsaustausch der Überwachungssensoren zwischen dem Bootsführer und dem Technikteam an Land. Dazu gehören auch biometrische Daten wie Vitalwerte und Sicherheitsparameter, die Sensoren, die der Bootsführer direkt am Körper trägt, übermitteln.

„Das Projekt SP80 ist aufregend und inspirierend, da dabei Innovation und Leistung Hand in Hand gehen, um dank einzigartiger Lösungen und gewagter Ideen die Grenzen physikalischer Gesetze zu verschieben", meint Jonathan Brossard, der CEO von Fischer Connectors. „Ein Mitglied des F&E-Teams von SP80 ist auch Teil unseres eigenen F&E-Zentrums, was den Austausch von Fachwissen erleichtert und effizienter macht."

Im Frühling 2022 soll das endgültige Design des Bootes für den Rekordversuch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Stapellauf soll Ende 2022 stattfinden, während die ersten Tests in Südfrankreich für Frühling oder Herbst 2023 geplant sind – die beiden Jahreszeiten, in denen die Wetterbedingungen für den Segelsport am günstigsten sind.

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