Energieübertragung Abnehmer ermöglicht drahtlose Energieübertragung bis 2,5 kW

Autor / Redakteur: Reinhold Schäfer / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Ein neuer Abnehmer zur drahtlosen Energieübertragung von Conductix-Wampfler überzeugt durch erhöhte Leistung (2,5 kW). Darüber hinaus wurde er durch zusätzliche Metallteile verstärkt, um gegen äußere Beschädigungen besser geschützt zu sein. Eine zusätzliche Diagnoseschnittstelle erleichtert die Fehlersuche.

Anbieter zum Thema

Für den Einsatz in Bodentransportsystemen hat Conductix-Wampfler einen neuen F-Abnehmer entwickelt (Bild 1). Anwendungsgebiete des Abnehmers ergeben sich überall dort, wo ein hindernisfreier Einbau der Primärseite gefordert wird. Bei fahrerlosen Transportsystemen oder bei Flurförderzeugen (Bild 2 – siehe Bildergalerie) ist ein ebener, befahrbarer Einbau Standard. Genau für solche Anwendungen ist der F-Abnehmer gedacht. Das neue Modell ist laut Anbieter der verbesserte Nachfolger des 2,2-kW-F-Abnehmers auf dem neuesten Stand der Technik.

Zusätzliche Statusanzeigen erhöhen Nutzwert

Außer einer erhöhten Leistung will der neue Abnehmer durch zusätzliche Statusanzeigen und -ausgänge überzeugen, die Betreibern längere Reaktionszeiten einräumen, sollte es bei Störungen zur automatischen Abschaltung des Systems kommen. Jeder Abnehmer ist mit einer separaten Reset-Option ausgestattet, durch die kein Neustart des gesamten Systems mehr erforderlich sein soll.

LED erleichtern die visuelle Diagnose am Fahrzeug bei Störungsfällen. Das Ein- und Ausschalten des Gleichstrom-Ausgangs wurde laut Hersteller durch eine Überwachung der Steckverbindung sicherer gemacht.

Kontaktlose Energieübertragung

IPT (Inductive Power Transfer) von Wampfler war die erste kontaktlose Energieübertragung mit nennenswerten Übertragungsleistungen für die Industrie und revolutioniert damit die Art und Weise, bewegliche Verbraucher mit elektrischer Energie zu versorgen. Das Prinzip der elektromagnetischen Induktion nutzend und weiterentwickelnd, hat Conductix-Wampfler einen Durchbruch im Bereich der Energiezuführungssysteme erzielt.

Bodentransportsysteme, die mit IPT arbeiten, müssen speziellen Anforderungen genügen: Die Leiterschlaufe wird so in den Boden eingebracht, dass eine durchgängige Versorgung der Fahrzeuge entlang des gesamten Verfahrweges sichergestellt ist. Damit definiert die Leitungsverlegung bereits den Verfahrweg der Fahrzeuge.

Mittels Idat ist es zusätzlich möglich, das um die Leiter erzeugte Feld zu erkennen und daraus ein Führungssignal für die Fahrzeuge auszugeben. Aufwändige und störende Führungsschlitze werden überflüssig. Beliebige Bahnverläufe sind realisierbar, solange durch die geometrische Anordnung sichergestellt ist, dass die Abnehmer sich innerhalb des definierten Feldbereiches befinden. Weichen und Kreuzungen, können jederzeit realisiert werden.

(ID:260590)