Usetec 2015 Agrar-Markt Deppe möchte neue Regionen erschließen
Agrar-Markt Deppe, Bad Lauterberg, ist Vertriebspartner des US-Landmaschinenherstellers John Deere und bietet daneben auch ein attraktives Angebot an gebrauchten Landmaschinen an - meist Maschinen, die im Zuge von Deere-Neumaschinengeschäften in Zahlung genommen wurden. Auf der Usetec 2015 stellt Agrar-Markt Deppe seine Second-Hand-Palette vor und will zudem neue Absatzregionen – darunter Südamerika – erschließen.
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In der langen Geschichte von Agrar-Markt Deppe gibt es zwei Meilensteine. 1960 wurde das Unternehmen aus Bad Lauterberg zum Vertriebspartner des US-Landmaschinenherstellers John Deere. Und ab 1989 kam dann der große Wachstumsschub nach Öffnung der deutsch-deutschen Grenze. „Vor der Wende hatten wir um die 30 Mitarbeiter“, erinnert sich Seniorchef Friedrich Deppe. „Heute sind es 120.“ Neben dem Südharz und dem südlichen Niedersachsen ist der Usetec-Aussteller auch in Thüringen aktiv. „Wir arbeiten hauptsächlich in einem Radius von 100 Kilometern.“
Oft wird mit gebrauchten Premiumprodukten gehandelt
Rund zwanzig Prozent des Geschäftsanteils beim Agrar-Markt Deppe machen Gebrauchtmaschinen aus, die mehrheitlich an den Endkunden gehen. Meist handelt es sich dabei um Produkte, die im Zuge von Deere-Neumaschinengeschäften in Zahlung genommen wurden. In einigen Fällen erwirbt der Usetec-Aussteller Deppe auch andere Marken – um seine regionale Marktführerschaft auszubauen oder bei Betriebszusammenschlüssen wie im nahen Leinetal, wo dann Equipment nicht mehr benötigt wird. Oft wird mit gebrauchten Premiumprodukten gehandelt. „Da wären die Dreijahres-Mähdrescher“, nennt Friedrich Deppe ein Beispiel. „Das sind beinahe neue Maschinen, vergleichbar mit einem Jahreswagen beim Auto.“ Ein drei Jahre altes landwirtschaftliches Fahrzeug ist mit einem Abschlag von rund 40 Prozent zu bekommen.
Mittlerweile verbleibt diese junge Landtechnik vielfach in Deutschland, wo Agrar-Markt Deppe rund 70 Prozent der Gebrauchten absetzt. Ältere Maschinen sind deutlich günstiger, je nach Baujahr sind manche für weniger als ein Viertel des Kaufpreises zu haben. „Solche Produkte wurden von uns vor zwanzig Jahren nach Griechenland oder Spanien verkauft“, sagt Deppe. „Und vor zehn Jahren in die Ukraine.“ Heute gibt es in diesen Märkten aus unterschiedlichen Gründen kaum noch Abnehmer. Von den klassischen Absatzländern sind nur noch Bulgarien und Rumänien geblieben. Einige außereuropäische Märkte wie Ägypten haben großes Potenzial, fallen jedoch bürgerkriegsbedingt aus.
Maschinenangebot richtet sich primär an Großbetriebe
Agrar-Markt Deppe hält deshalb Ausschau nach anderen Regionen – auch die Usetec-Beteiligung soll dazu beitragen. Im Visier befindet sich etwa Südamerika, nach Argentinien und Chile wurden schon einzelne Maschinen verkauft. „Wir haben bei unserem Angebot sicher den Vorteil, dass Lebensmittel immer und überall benötigt werden“, betont Friedrich Deppe. „Ob die Maschinen aber für ein Land attraktiv erscheinen, hängt von den jeweiligen Strukturen ab.“
Soweit dort Großbetriebe im Stile der früheren ostdeutschen LPGs existieren, sind die gebrauchten Landmaschinen interessant. Für Länder mit überwiegend kleinbäuerlichen Betrieben hat Deppe dagegen kein geeignetes Angebot. Und nicht zuletzt hemmen rechtliche Hemmnisse mitunter den Handel: Ein einwohnerreicher Staat wie Brasilien fällt aufgrund von Einfuhrbeschränkungen als Abnehmer von Gebrauchten aus.
Zur Usetec 2015 werden auch Kontakte aktiviert, die in den vergangenen Jahren auf dieser Messe geknüpft wurden. „Wir laden unter anderem Käufer aus Lettland ein“, kündigt Friedrich Deppe an. Die Usetec hat für sein Unternehmen noch einen weiteren besonderen Aspekt, es werden neue Zielgruppen aus ganz anderen Branchen erreicht. „Manche Messebesucher entdecken zusätzliche, schlummernde Geschäftsfelder und legen sich dann eine Landmaschine zu.“ Rund 300 Gebrauchtmaschinen bietet Agrar-Markt Deppe den Interessenten auf seiner Internetplattform an. Außerdem kann Gerät kurzfristig (saisonal) oder langfristig gemietet werden.
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