Textilwerkstoffe Airbag-Scharniersysteme aus textilen Materialien gefertigt
Mit Duraprotect hat die K.L Kaschier- und Laminier GmbH aus Bad Bentheim-Gildehaus ein textiles Airbag-Scharnier entwickelt. Das Besondere an dem System ist seine Struktur, die durch die Verbindung eines hochfesten Textils auf Polyester- beziehungsweise Polyamidbasis mit unterschiedlich oberflächenveredelten Vliesen oder auch thermoplastischen Folien entsteht.
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Die Scharniere sind in Beifahrer-, Tür- und Seitenairbags verbaut. Elke Arnold, Bereichsleiterin Automotive bei der K.L. GmbH, weist auf eine lange Erfahrungsgeschichte hin: „Im Jahr 1996 haben wir erstmalig das System für die Serie angeboten. Volvo nutzte es als erster Automobilbauer.“ Das System wurde seitdem mit hohem Forschungsaufwand kundenspezifisch weiterentwickelt.
Insbesondere die Herstellung und die Materialgüte haben sich verändert. Wurden die Einzelmaterialien damals noch vorwiegend gepresst, so dominiert heute ein hinterspritzendes Fertigungsverfahren. Auch die verarbeiteten Textilien und Kaschierverbundwerkstoffe seien den aktuellen Anforderungen und gesetzlichen Vorgaben angepasst worden.
System kann besser an Trägermaterialien angepasst werden
Vergleichbare Lösungen aus Metall haben vor allem gewichtsmäßige Nachteile. Zudem können sie sich unter Einwirkung von Prozesswärme verziehen, was zu negativen optischen Effekten an den Oberflächen führt. Laut K.L. liegen die Vorteile der textilen Lösung insbesondere darin, dass das System besser an Trägermaterialien angepasst werden kann und dabei leichter, korrosionsbeständiger und langlebiger ist. Auch eine exaktere Positionierung sei möglich, wodurch die auf das Scharnier wirkenden Kräfte gleichmäßiger verteilt werden. Insgesamt soll so der Öffnungsprozess sicherer ablaufen.
Ein klarer Unterschied zu den Systemen aus Metall besteht in der Verringerung der Fertigungsschritte. So reicht zum Beispiel beim Hinterspritzprozess ein Arbeitsschritt aus, weil die Textilien direkt mit eingearbeitet werden können. Kunden von K.L. sind Tier-1-Zulieferer, die die Endfertigung vornehmen. Die Zusammenarbeit mit OEM auf der Basis patentgeschützter Produkte verläuft hingegen direkt, weil diese die Scharniere selbst verbauen.
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