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Das sind die wesentlichen Vorteile
„Einer der wesentlichen Vorteile des Rotationsformens ist die weitgehende Spannungsarmut der Teile, die sich somit auch weniger verziehen“, ergänzt Erich Schnyder, Projektverantwortlicher bei Grütter. Grund hierfür ist die Tatsache, dass das erstarrende Bauteil aufgrund seiner hohen thermischen Ausdehnung zumeist frei nach innen in den Hohlraum schrumpfen kann. Im Unterschied dazu behindern beim Spritzgießen metallische Kerne den Schrumpfungsprozess, was zu inneren Spannungen führt. Im Vergleich zu anderen Verfahren wie Blasformen oder Twin-Sheet-Thermoformen sind zudem die Wanddicken beim Rotationsgießen wesentlich gleichmäßiger. Das ermöglicht es dem Konstrukteur, die Bauteile dünnwandiger und damit leichter sowie kostengünstiger auszulegen.

Ein weiterer wesentlicher Pluspunkt ist die Tatsache, dass rotationsgegossene Behälter innen keine Nähte aufweisen. Auch lassen sich die Formen vergleichsweise schnell und kostengünstig aus Aluminium herstellen. Selbst nach Anlauf der Serie kann die Wanddicke bzw. ihre Verteilung durch Anpassung der Materialfüllmenge sowie der Prozessparameter nachjustiert werden, ohne dass neue Formwerkzeuge benötigt würden. Da keine Fließkanalfüllungen oder Verschnittreste anfallen, gibt es zudem kaum Materialverluste.

Auch besteht die Möglichkeit der Herstellung mehrkomponentiger Teile mit mehrlagigen Wänden oder vollständiger Füllung mit einem Schaumstoff z.B. bei Wassersportgeräten. Da die Produktionsanlagen mit unterschiedlichen Formen in nahezu beliebiger Reihenfolge bestückt werden können, fallen auch nur geringe Umrüstkosten an, so dass Kleinstabrufe bis herab zu wenigen Einzelstücken möglich sind.
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