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Recycling

Appell gegen unseriöse Berichte zum Kunststoffrecycling

| Redakteur: Peter Königsreuther

Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitenden Industrie e. V. GKV schaltet sich jetzt in die Debatte zum Export deutscher Kunststoffabfälle ins Ausland ein.

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Ganze Kunststoffgebirge würden deutsche Unternhemen zur Entsorgung ins Ausland schaffen – wo sie dann doch ins Meer gelangten, alle von Verbänden genannten Recyclingquoten seien folglich eine Lüge. Das behaupten zur Zeit viele namhafte Medien. Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) wehrt sich jetzt gegen diese Behauptungen.
Ganze Kunststoffgebirge würden deutsche Unternhemen zur Entsorgung ins Ausland schaffen – wo sie dann doch ins Meer gelangten, alle von Verbänden genannten Recyclingquoten seien folglich eine Lüge. Das behaupten zur Zeit viele namhafte Medien. Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) wehrt sich jetzt gegen diese Behauptungen.
(Bild: DGP)

Der GKV wehrt sich gegen die Behauptungen über die mangelnde Qualität des deutschen Kunststoffrecycling-Systems und ins Ausland verbrachte Kunststoffabfälle. Der Spitzenverband der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland reagiert damit auf Berichte, die in den letzten beiden Wochen, etwa in der „Süddeutschen Zeitung“, in „Der Spiegel“ und verschiedenen regionalen Medien erschienen sind, in denen behauptet wird, dass deutscher Kunststoffmüll deshalb dennoch in die Weltmeere gelange und alle Zahlen zur Recyclingquote in Deutschland nicht stimmten.

Kein Anlass zur Diskreditierung der Recyclingbranche

Der Hauptgeschäftsführer des GKV, Dr. Oliver Möllenstädt, erklärt zu diesem Sachverhalt: „Es besteht kein Anlass, das in Deutschland bestehende System des Recyclings von Kunststoffabfällen in maßloser Weise zu diskreditieren. Deutschland ist und bleibt beim Umgang mit Kunststoffabfällen eines der vorbildlichsten Länder weltweit. Und wir gehen noch einen Schritt weiter: Durch gesetzliche Vorgaben wie das zum 1. Januar 2019 in Kraft getretene Verpackungsgesetz und darüber hinaus gehende freiwillige Anstrengungen der Unternehmen in vielen Sektoren unseres Industriezweigs werden sowohl der Anteil der werkstofflich verwerteten Kunststoffabfälle als auch der Anteil von Kunststoffrezyklaten an der zu hochwertigen Produkten verarbeiteten Menge an Kunststoffen in den kommenden Jahren weiter steigen.“

Mangelndes Pflichtbewusstsein in den Importländern für Kunststoffabfälle

Weiterhin äußerte sich Möllenstädt korrigierend zu den Behauptungen über die Ausfuhren von Kunststoffabfällen in andere Länder: „Der Export von Abfällen aus Deutschland unterliegt strengen Rechtsnormen und ist nur zum Zweck der Verwertung möglich. Sollen exportierte Kunststoffabfälle auf inländische Recyclingquoten angerechnet werden, so ist auch im Ausland der Nachweis einer werkstofflichen Verwertung nach europäischen Standards zu führen. Dass einzelne Teilnehmer am globalen Abfallmarkt gegen geltendes Recht verstoßen, spricht nicht für einen Mangel an Gesetzen in Deutschland sondern für einen Mangel an wirksamem Vollzug in den betroffenen Ländern.“

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Manche Medien setzen lieber auf schnelle Schlagzeilen als auf Fakten

Angesichts dessen, dass teilweise Daten und Fakten in den Medien fehlinterpretiert beziehungsweise missgedeutet wurden, appelliert der GKV an die Sorgfalt der Journalisten: „Wir erwarten von seriösen Medien, auf Desinformation, Verunsicherung und falsche Emotionalisierung zu verzichten und die Öffentlichkeit auf der Grundlage objektiver Fakten zu informieren. Wir begrüßen die Richtigstellung der wichtigsten Fakten zum Kunststoffrecycling durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit auf seiner Internetpräsenz: (siehe hier). Die Kunststoffindustrie in Deutschland stellt mit der regelmäßig fortgeschriebenen Studie „Stoffstrombild Kunststoffe in Deutschland“ sicher, dass für die Öffentlichkeit höchste Transparenz bezüglich der Kreislaufwirtschaft mit Kunststoffen besteht“, so Möllenstädt. MM

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