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Energieeffizienz

Auf dem Weg zu Industrie 4.0

| Autor/ Redakteur: Stefanie Michel / Stefanie Michel

Ein Metallverarbeiter hat seine Blechschneideanlage modernisiert, indem er veraltete Technik durch neue Frequenzumrichter und Motoren ersetzte. Damit konnte er Energie einsparen und gleichzeitig einen Schritt in Richtung Industrie 4.0 gehen.

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Der portugiesische Metallverarbeiter Ferpinta hat seine Blechschneidemaschine im Werk in Vale de Cambra modernisiert und damit deren Effizienz gesteigert.
Der portugiesische Metallverarbeiter Ferpinta hat seine Blechschneidemaschine im Werk in Vale de Cambra modernisiert und damit deren Effizienz gesteigert.
(Bild: Siemens )

Das portugiesische Metallverarbeitungsunternehmen Ferpinta stellt kreisförmige und rechteckige Stahlrohre für die Industrie- und Baubranche sowie landwirtschaftliche Maschinen her. Um die Blechschneideanlage in seinem Werk in Vale de Cambra zu modernisieren und deren Effizienz zu steigern, hat sich das Unternehmen für Technik von Siemens entschieden. Insgesamt umfasste das Projekt die Modernisierung der Automatisierungsanlagen, Antriebssysteme, Motoren und elektrischen Anlagen. Mit der durchgängigen Lösung von Siemens lassen sich Energieeinsparungen in Höhe von rund 10 % erzielen.

Die ausgetauschten DC-Motoren waren seit 1992 im Einsatz. Sie kamen beispielsweise im Längsschnittmesser sowie beim Auf- und Abwickeln des Coils zum Einsatz. Sie wurden nun ersetzt durch wassergekühlten Simotics-M-1PH8-Motoren und Sinamics-S120-Frequenzumrichter. Die Motoren der Reihe 1PH8 sind als Hauptantriebe gerade für solche Anwendungen in Produktionsmaschinen konzipiert und bilden zusammen mit den Frequenzumrichtern die Basis für hohe Performance und Produktivität. Zudem wurde die Effizienz des Blechschneidesystems von Ferpinta erhöht

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Maschine bereit für flexiblere Produktion

„Die von uns implementierte Technik wird die Wettbewerbsfähigkeit von Ferpinta steigern. Die Investition zur Modernisierung der Fabrik ist für dieses Unternehmen ein wichtiger erster Schritt in Richtung Industrie 4.0“, ist sich António Mira, Leiter der Industriesparte von Siemens Portugal, das die Modernisierung begleitet hat, sicher. Warum das so ist: Die Blechschneidemaschine ist jetzt durch entsprechende Geschwindigkeitssteigerungen, verbesserte Qualität und Effizienz viel flexibler in Bezug auf die Produktionskapazitäten. So arbeitete beispielsweise die Maschine bisher mit 100 m/min und kann jetzt mit 200 m/min laufen.

Aufgrund der neuen Komponenten ist der Blechschneider nun auch bereit für eine Anbindung an Mindsphere. Zudem lässt er sich jetzt mit der Software Simatic WinCC überwachen. Das skalierbare Prozessvisualisierungssystem von Siemens bietet leistungsstarke Funktionen zur Überwachung automatisierter Prozesse.

Nach 7 Monaten: höhere Leistung und Verfügbarkeit

Um dieses Retrofit durchzuführen, haben Ferpinta und Siemens das Projekt über fünf Monaten vorgeplant. Die Maschine stand sechs Wochen still, um das alte System zu demontieren sowie das neue zu installieren. Dies beinhaltete die Hauptschalttafel (Automatisierung, Antrieb und Stromversorgung), die Elektromotoren, die Verkabelung, die Verrohrung der Motorkühlanlage, die Installation von drei Schaltschränken (einer davon mit WinCC Scada) sowie die mechanische Wartung und die Inbetriebnahme des gesamten Systems.

Nach der Modernisierung kann ein Fazit gezogen werden: Bei zwei Anlagen im Ferpinta-Werk wurde sowohl die Betriebsleistung gesteigert als auch die Verfügbarkeit erhöht. Dadurch konnten sich Ausfallzeiten reduzieren und Wartungskosten senken lassen. „Das gemeinsame Projekt von Ferpinta und Siemens zielte darauf ab, eine höhere Energieeffizienz zu erreichen und technisch stets auf dem neuesten Stand zu sein“, sagte Jorge Teixeira, Manager von Ferpinta. „Die Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit in diesem anspruchsvollen globalen Markt stärkt unsere Führungsposition in unserer Branche.“

* Weitere Informationen: Ursula Lang, Siemens AG in 90475 Nürnberg

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