Wandern im finstern Tal

Auftragsmangel beherrscht die deutsche Kunststoffindustrie

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Deutsche Kunststofflandschaft schaut eher wüst aus

Rund je ein Drittel der Befragten aus den Segmenten rechnet jetzt mit sinkenden, gleichbleibenden oder steigenden Umsätzen. Nur 20 Prozent glauben an eine Verbesserung. Die weitgehend negative Zukunftserwartung schlägt sich besonders deutlich in der Investitionsplanung für 2025 nieder. Denn 84 Prozent der befragten Kunststoffverarbeiter wollen das Investitionsniveau halten oder aber reduzieren. Dringend benötigte Investitionen in moderne Produktionsanlagen mit Blick auf Digitalisierung sind deshalb überwiegend nicht geplant. Geplante Investitionen in Rationalisierungsmaßnahmen klettern dafür aber von 25 auf 32 Prozent. Chancen in eigene Betriebsstätten im Ausland zu investieren haben nur 40 Prozent. Wer es könne, investiere großenteils in anderen EU-Ländern (28,6 Prozent) in Amerika (18,4 Prozent) und in Asien (konstant leicht über 8 Prozent). „Ein ernüchterndes Misstrauensvotum an die Standortbedingungen in Deutschland“, kommentiert Loose die Situation. Die Chance und Zukunft der Kunststoffverarbeitender in Deutschland basiere nicht zuletzt auf der Kreislaufwirtschaft und dem daraus folgenden Innovationspotenzial. Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit seien dabei keine Gegensätze, sondern untrennbare Bestandteile dieses Fundaments.

Das empfehlen die Experten mit Blick auf die Regierung

Außer, dass man geben Bürokratie, hohe Stromkosten und Fachkräftemangel etwas tun muss, sollte auch der Einsatz von Rezyklat gefördert werden, richtet sich Loose an die Bundesregierung. Nur so könnten polymere Rohstoffe aus dem Recycling günstiger werden als Neuware. Rezyklatimporte sollten darauf geprüft werden können, ob sie auch den europäischen Bestimmungen genügen. Parallel zum Rohstoff muss auch die Maschinentechnik für das Recycling Unterstützung erfahren. Und wenn es um das Produktdesign gehe, so sollten dafür Standards gelten, wenn Rezyklate eingesetzt werden. Dem Mittelstand könnten vereinfachte Förderprogramme und ein sogenannter Transitionsfonds helfen, am Ball zu bleiben. Nationale Alleingänge sollten mit Blick auf Rezklate unterbleiben.

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