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Simulation Ausbreitung des Coronavirus im Büro eindämmen

| Redakteur: Stefanie Michel

Wie sich in geschlossenen Räumen das Risiko minimieren lässt, an Covid-19 zu erkranken, hat die Technische Hochschule Mittelhessen untersucht. Forscher zeigen anhand einer Simulation, welche Masken die Verbreitung des Coronavirus im Büro am ehesten verhindern.

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Auf diese Weise würde sich beim Niesen die Aerosolwolke ohne Maske im Raum verteilen.
Auf diese Weise würde sich beim Niesen die Aerosolwolke ohne Maske im Raum verteilen.
(Bild: THM)

Der Hauptübertragungsweg des Coronavirus ist das Einatmen virushaltiger Flüssigpartikel, die beim Atmen, Sprechen, Singen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden. Atmen andere Menschen sie ein, können sie sich infizieren. Besonders kleinere Partikel mit einer Größe von weniger als fünf Mikrometern (Aerosolteilchen) breiten sich unter ungünstigen Umständen im ganzen Raum aus und bleiben länger als eine halbe Stunde in der Luft.

Die Gießener Wissenschaftler des Fachbereichs Gesundheit unter den Professorenen Dr. Henning Schneider und Dr. Keywan Sohrabi haben die Ausbreitung von Aerosolen mithilfe numerischer Strömungsmodelle untersucht. Diese Simulation haben sie mit einem Laserbeuger überprüft, der die Verteilung von Partikeln in einem flüssigen oder gasförmigen Medium misst. Simuliert wurde ein einmaliges Niesen an einem Standard-Büroarbeitsplatz mit einem Monitor, der das Strömungsverhalten beeinflusst.

Masken verhindern Ausbreitung über 1,5 m hinaus

Die Simulation ohne Maske zeigt, dass die Aerosolwolke sich innerhalb einer Sekunde mehr als 2,5 m in Niesrichtung verteilt. Sie kann sich maximal bis zu 8 m ausdehnen. Eine Baumwollmaske verhindert die Ausbreitung über 1,5 m hinaus, reduziert die Ausbreitungsgeschwindigkeit und führt dazu, dass die Partikel schnell absinken. Sie ist ein effektiver Schutz, wenn man die üblichen Abstandsregeln einhält. FFP-Masken, die auch den Träger schützen und eine höhere Dichte besitzen, haben ebenfalls eine gute Wirkung. Durch den hohen Druck auf die Maske während des Niesens entweicht allerdings ein Teil der Aerosole nach oben.

Gesichtsvisiere (Face Shields) sind eine Alternative zu Masken. Sie lenken, so die Untersuchung, das Aerosol vor allem nach unten und seitlich nach hinten ab. Bei einem Abstand von mehr als eineinhalb Metern bieten sie einen guten Schutz.

Kombination aus Maske und Visier schützt am besten

Am besten schneidet die Kombination aus Gesichtsvisier und Baumwollmaske ab. Allerdings, so schränken die beiden Projektleiter ein, sei das die für den Träger anstrengendste Variante und über einen längeren Zeitraum niemandem zuzumuten. Hingegen als ungünstigstes Szenario erwies sich die in der warmen Jahreszeit beliebte Nutzung eines Tischventilators. Ohne den Schutz durch eine Maske und bei geschlossenem Fenster verbreitet sich die Aerosolwolke dann in wenigen Sekunden im ganzen Raum.

„Unbedingt empfehlenswert“ ist das Fazit der Studie von Sohrabi und Schneider zum Tragen von Masken in geschlossenen Räumen. „Bereits einfachste Mund-Nasen-Bedeckungen und Face Shields bieten einen guten Basisschutz, wenn sich mehrere Personen in einem Raum aufhalten.“

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