Industrie 4.0

Automatisierungsbranche ist auf die Fabrik der Zukunft vorbereitet

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Einheitliche Standards und hohe IT-Sicherheit schaffen

Was braucht es nun aber konkret, um eine Vision der Fabrik der Zukunft Wirklichkeit werden zu lassen? Elektronik und Software ermöglichen immer höhere Grade der Vernetzung. Im Zentrum steht dabei laut ZVEI die deutsche Elektronikindustrie mit ihren innovativen Produkten. Doch bevor die Fabrik vollkommen „smart“ sei, müssten einheitliche Standards und eine hohe IT-Sicherheit geschaffen werden.

Das bestätigt auch Johann Soder, Geschäftsführer der SEW Eurodrive GmbH & Co. KG: „Es darf für die Zukunft mit Blick auf Industrie 4.0 keine proprietären Schnittstellen und geschlossenen Dateiformate geben.“ Vernetzung sei ein zentrales Thema der Zukunft. IT befähige Maschinen und Anlagen, komplexe Produktionsabläufe selbstständig zu steuern.

Soder geht in seinen Ausführungen noch weiter: „Neben der Technologie erfahren daher drei weitere Bereiche eine Revolution. Gemeinsam heben sie das Potenzial der Integrated Industry für Produktivität, Produktvielfalt und Energieeffizienz.“ Das seien neben der bereits erwähnten Revolution der Daten auch die Revolution der Sicherheit und die Revolution des Wissens. In puncto Sicherheit sagt Soder: „Diese Offenheit der IT-Systeme stellt neue Anforderungen an die Daten- und Prozesssicherheit.“ Die Skepsis, die Kontrolle über Informationen abzugeben, sei groß und fordere ein komplettes Umdenken. Einige wirtschaftliche und technische Hürden müssten auf dem Weg zur „Integrated Industry“ noch überwunden werden. Starke Individualisierung der Produkte unter den Bedingungen einer flexiblen Großserienproduktion werde die industrielle Fertigung in Zukunft kennzeichnen.

Neue Generation von Mitarbeitern für die digitale Fabrik

Nur durch eine Zusammenarbeit von Entwicklern, Automatisierern und Informatikern entstünden intelligente Systeme für die Integrated Industry. Und dies wiederum ermögliche einen Paradigmenwechsel im Management der Produktentstehungs- und Wertschöpfungskette. Starre Produktionsstrukturen würden in den Fabriken aufgelöst und zu aktiven, sich selbst organisierenden Produktionseinheiten entwickelt. Das wiederum revolutioniere die gesamte Logistik. Bezüglich einer Revolution des Wissens erklärt Soder: „Ich möchte von einer neuen Generation von Mitarbeitern für die digitale Fabrik sprechen.“ Die Steuerung der eigenständig laufenden Produktionssysteme erfordere vertiefte Kenntnisse in den Bereichen IT-Steuerung, Internetanbindung und Produktionstechnik.

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