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Vernetzung ist eines der zentralen Themen, wenn es um Trends für die Zukunft der Branche Automatisierung geht. Für ABB ermöglicht die dynamische Vernetzung von Produkten, Geräten und Anlagen neue Formen der Flexibilität in der zukünftigen Industrie-4.0-Welt. Ein wichtiger technischer Aspekt des Megatrends sei dabei, dass jedem physikalischen Objekt in einer Produktionsanlage auch ein Modell im Netz, eine virtuelle Beschreibung, zugeordnet wird. Internettechniken würden unter Industrie 4.0 in den Fabriken Einzug halten und die einzelnen Komponenten miteinander vernetzen. Damit könnten reale Produktionsmittel direkt untereinander agieren.
Das Zusammenwachsen von virtueller und realer Welt
„Die Vernetzung der vertikalen Geschäftsprozesse mit den Automatisierungssystemen wird der Erfolgsschlüssel sein, die Anforderungen von Industrie 4.0 zu erfüllen“, erläutert Knafla. Insbesondere die firmenübergreifende Integration sei eine der Herausforderungen, die es zum Nutzen der Anwender zu lösen gelte. „Fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung sowie das Zusammenwachsen von virtueller und realer Welt sind entscheidende Treiber in der produzierenden Industrie“, sagte Anton S. Huber, CEO der Siemens-Division Industry Automation schon im Vorfeld der Hannover-Messe 2014.
Die Unternehmen setzten verstärkt auf innovative und integrierte Technologien, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Andreas Keiger, Geschäftsbereichsleiter Vertrieb Europa, von Rittal sagt: „Unsere Kunden aus dem Steuerungs- und Schaltanlagenbau sehen nicht mehr nur das einzelne Produkt, sie erwarten kompetente Beratung zu Einsparungen über den gesamten Prozess, Bereitstellung von aktuellen Konstruktionsdaten und einfache Engineering-Prozesse. Was heute und morgen zählt, sind nahtlos durchgängige Lösungen für effiziente Wertschöpfungsketten vom Engineering über das Produkt beziehungsweise die Systemtechnik bis zur automatisierten Bearbeitung.“
Die Produktion der Zukunft ist also flexibel, dezentral und effizient. Cyberphysikalische Systeme werden dies ermöglichen. Vernetzung und Digitalisierung sind dabei zentrale Themen. Doch trotz aller Technik: Der Mensch bleibt auch bei einer hochtechnischen Automatisierung und autonomen Fertigung wichtig. Er ist erfahren, kreativ und kann situationsbedingt handeln. Somit wird ihn nie eine Maschine ersetzen. MM
* Alexander Völkert ist freier Fachjournalist in Berlin
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