Anbieter zum Thema
Die Qualifikation der Fachkräfte müsse sich damit neu ausrichten. Ausbildungsinstitutionen würden verstärkt Unterstützung durch die Industrie erhalten, um die Lehrinhalte praxisnah anzupassen. „Der Zentralverband Elektronik- und Elektroindustrie ZVEI hat dazu im April 2013 mit den Unternehmen Rittal, Pepperl+Fuchs und SEW-Eurodrive den Verein New Automation gegründet“, ergänzt er.
Der Frankfurter Verband weiß um die Herausforderung an die neue Generation und fordert von den Unternehmen gegenüber der Generation Y (Geburtsjahrgänge 1980-1995) ein Entgegenkommen. Der Fachkräftemangel bei Facharbeitern sowie bei Ingenieuren der Elektrotechnik und Informationstechnik setze die Branche unter Druck. Der Präsident des ZVEI, Michael Ziesemer, stellt fest: „Wir brauchen immer mehr übergreifende Qualifikationen im Bereich Mechanik, Sensorik, Hardware und Software. Die Berufsbilder ändern sich also zugunsten eines ganzheitlichen Ansatzes.“
Das bestätigten auch die Erfahrungen von ABB. Für die effiziente Durchführung von Engineering-Prozessen müssten vor allem die Disziplinen Mechanik, Elektronik und Software stärker parallelisiert werden. Mit Blick auf Industrie 4.0 fordern die Ladenburger außerdem: In allen Phasen des Engineering-Prozesses müssten virtuelle Prototypen zur Verfügung stehen, an der die geforderte Funktionalität getestet werden könne. Aufgrund des tendenziell zunehmend dezentralen Charakters der Steuerungsfunktionalität müsse eine Ausführung der verteilten Steuerungslogik ohne reale Steuerungshardware möglich sein.
(ID:42848301)