Investorensuche gescheitert Autozulieferer Pressmetall: 504 Beschäftigte verlieren ihre Jobs

Autor: Svenja Gelowicz

Schock für die Mitarbeiter von Pressmetall: Der Autozulieferer muss seinen Standort im fränkischen Gunzenhausen schließen. Die Beschäftigten sollen ihre Kündigungen noch im Dezember erhalten.

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Blick in die Fertigung des Zulieferers Pressmetall am Standort Hoym.
Blick in die Fertigung des Zulieferers Pressmetall am Standort Hoym.
(Bild: Hoym Pressmetall Werk)

Der Automobilzulieferer Pressmetall muss den Standort Gunzenhausen schließen. Alle 504 Beschäftigten verlieren noch im Dezember ihre Jobs. Laut einer Mitteilung des Insolvenzverwalters Schultze & Braun laufen nun Verhandlungen über einen Interessensausgleich und einen Sozialplan. Zugleich startet die Ausproduktion der vorhandenen Aufträge.

Schon vor der Coronakrise in Schwierigkeiten

Der Druckgussspezialist war schon vor der Coronakrise in schwieriges Fahrwasser geraten. Im Dezember 2019 hatte das Unternehmen versucht, sich im Zuge eines Sanierungsverfahrens neu aufzustellen. Gründe dafür waren Auftragseinbrüche und Liquiditätsengpässe. Die Suche nach Investoren blieb allerdings erfolglos: Die Abrufzahlen der Kunden blieben laut einer Mitteilung deutlich unter Plan, dem Automobilzulieferer fehlten Millionen für das kommende Geschäftsjahr. Der letzte verbliebene Investor hatte sich deshalb aus dem Bieterprozess zurückgezogen; zu hoch das Risiko.

„Dieses Ergebnis ist ein schwerer Schock für uns und für die gesamte Belegschaft. Wir waren alle sehr zuversichtlich, dass wir nach dem Pressmetallwerk in Hoym auch für den Standort Gunzenhausen eine gute Lösung finden werden“, sagte Sanierungsberater Detlef Specovius von der Kanzlei Schultze & Braun. „Da Pressmetall in Gunzenhausen ohne einen Investor keine Perspektive hat, blieb uns keine andere Wahl als der Start der Ausproduktion.“

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