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Energieversorgung Baubeginn für weltgrößten Kernfusion-Forschungsreaktor

| Redakteur: Gary Huck

Eine wirtschaftlich durchführbare Kernfusion würde die Energieversorgung weltweit vereinfachen. In Südfrankreich läuft ein großangelegtes Forschungsprojekt, das dieses Ziel erreichen will.

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Am 28. Juli 2020 fiel der Statrschuss für den Fusionsreaktor. 3000 Menschen sollen ihn in den nächsten Jahren zusammenbauen.
Am 28. Juli 2020 fiel der Statrschuss für den Fusionsreaktor. 3000 Menschen sollen ihn in den nächsten Jahren zusammenbauen.
(Bild: ITER)

Am 28. Juli 2020 hat der Zusammenbau des Kernfusionsprojekts „International Thermonuclear Experimental Reactor“ (ITER) begonnen. EU-Energiekommissarin Kadri Simson läutete das Bauprojekt mit Vertretern der 35 Partner-Nationen ein, sie waren entweder persönlich oder virtuell anwesend. In Saint-Paul-lès-Durance soll ein Montageteam aus 3000 Menschen die weltweit größte Fusionsanlage errichten.

Geplant ist der Reaktor mit einer Höhe und Breite von etwa 30 m und einem Gewicht von 23.000 t. Bei der Anlage handelt es sich um einen „Tokamak“-Reaktor. Er soll mit magnetischem Plasmaeinschluss arbeiten. Ein sehr starkes Magnetfeld hält dabei das Plasma aus Wasserstoffisotopen zusammen.

Seit 2010 wird an der ITER-Anlage gebaut. Nun hat man mit dem eigentlichen Reaktor begonnen.
Seit 2010 wird an der ITER-Anlage gebaut. Nun hat man mit dem eigentlichen Reaktor begonnen.
(Bild: ITER)

Die Verantwortlichen des ITER-Projekts wollen die ersten sein, die mit einem Fusionsreaktor mehr Energie erzeugen, als in den Fusionsprozess hineingesteckt wurde. Bei 50 MW Input-Leistung könnten 500 MW Fusionsenergie generiert werden. Die ersten Versuche sollen im Dezember 2025 stattfinden.

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