Gewünschte Kettenreaktion KIT-Forscher bringen gefährliche Drohnen mit Ketten zu Fall

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Drohnen sind eigentlich interessant, so lange sie keine Waffen tragen oder Einrichtungen gefährden. Im Problemdrohnen zu beseitigen, greifen Forscher zur Kette ...

Drohnen sind immer wieder Störfaktoren über kritischer Infrastrukturen. Ihre Abwehr ist entweder aufwendig oder in manchen Arealen nicht mit üblichen Mitteln machbar. Forscher vom KIT sind aber auf eine relativ einfache Alternative gekommen: Sie wickeln die Drohnen ein ...(Bild:  KIT / M. Breig)
Drohnen sind immer wieder Störfaktoren über kritischer Infrastrukturen. Ihre Abwehr ist entweder aufwendig oder in manchen Arealen nicht mit üblichen Mitteln machbar. Forscher vom KIT sind aber auf eine relativ einfache Alternative gekommen: Sie wickeln die Drohnen ein ...
(Bild: KIT / M. Breig)

Drohnen sind bekanntlich unbemannte Fluggeräte, die sich ferngesteuert oder automatisiert einsetzen lassen. Sie haben sich auch längst im Militärbereich oder bei der Überwachung bewährt. In Deutschland wurden in den vergangenen Jahren aber wiederholt Drohnen in der Nähe kritischer Infrastrukturen gesichtet, wo der Spaß dann schnell aufhört. Herkömmliche Abwehrsysteme sind aber häufig aufwendig oder aufgrund technischer Begrenzungen nur eingeschränkt nutzbar. Vor diesem Hintergrund suchten Forscher vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) nach einem möglichst einfachen, dennoch robusten und außerdem kurzfristig einsetzbaren Ansatz zur Drohnenabwehr. Da stießen sie auf die Kette, die man schon in früheren Jahrhunderten – von Kanonen abgefeuert und zwischen zwei Halbkugeln befestigt – dazu genutzt hat, um Masten und Segel von gegnerischen Kriegsschiffen zu zerstören.

Steht der Rotor, geht es mit der Drohne abwärts

Der Ansatz mit der Kette übertrage das Prinzip der Umwicklung auf die Drohnenabwehr. Dabei werden dünne Metallketten mithilfe geeigneter Abschussvorrichtungen in Richtung Drohne geschleudert. „Wir nutzen ein bekanntes physikalisches Prinzip, wie es etwa Hirten in Südamerika als Bola einsetzen, und passen es gezielt an die Drohnenabwehr an“, so Professor Claus Mattheck, KIT Distinguished Senior Fellow am Institut für Angewandte Materialien des KIT. Er hat das Verfahren gemeinsam mit externen Partnern entwickelt Statt Kugeln an Seilen verwendet er aber eben dünne Ketten, die sich in Simulationsrechnungen als überlegen erwiesen haben. Die Ketten umschlingen beim Kontakt den Drohnenkörper und die Rotoren. So verklemmen die Rotoren und die Drohne stürzt unweigerlich ab. Berechnungen eines Ingenieurbüros untersuchten das Verhalten von Ketten mit Durchmessern von drei bis vier Millimetern beim Aufprall auf Modelldrohnen. Die Simulationen berücksichtigen unter anderem Reibung, Geometrie und Bewegungsabläufe. Die Ergebnisse der Simulationen und erster Tests publizierten die Forschenden in den Zeitschriften Aerospace & Defence sowie Konstruktionspraxis.

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