Zerspanung

Bei der CFK-Bearbeitung können Roboter punkten

Seite: 2/5

Anbieter zum Thema

Industrieroboter bietet hohes Maß an Flexibilität und Kosteneffizienz

Der Anspruch von Krauss-Maffei ist jedoch, dem Kunden die flexibelste wie auch kosteneffizienteste Anlagentechnik für die Großserie zu bieten. Mit dieser Aufgabenstellung landet man unausweichlich bei der Nachbearbeitung mit robotergeführten Zerspanwerkzeugen. Gerade beim Fräsen von Kunststoffteilen im Automobilinterieurbereich hat sich der Industrieroboter schon lange etabliert und die CNC-Maschine weitestgehend verdrängt.

Allerdings sind die Anforderungen an die Bearbeitung von Faserkunststoffen deutlich anspruchsvoller. In der Regel wird eine Bahngenauigkeit von ±0,2 mm bezüglich der Endgeometrie verlangt sowie eine Bearbeitung komplexer 3D-Bauteilgeometrien, wie sie bei modernen Strukturbauteilen im Fahrzeugbereich zu finden sind. Die Wanddicken der CFK-Bauteile mit hohem Faservolumenanteil (bis 60%) liegen im Bereich von 2 bis 6 mm.

Arbeiten mit Standardrobotern im Hunderstelmillimeterbereich

Das ist eine Aufgabe, bei der ein Standard-Industrieroboter reproduzierbar bis auf einige Hundertstelmillimeter genau die Bauteile bearbeiten muss. Nur so lässt sich eine Bauteilmaßgenauigkeit im Zehntel-Millimeterbereich (plus/minus) erzielen. Folglich wird bei der Festlegung der Fräsbahn immer eine Korrekturschleife vorgesehen, die aufgrund der mittlerweile am Markt verfügbaren 3D-Programmier- und -Simulationstools einfach umgesetzt und optimiert werden kann. Mittels gekoppelter Messtechnik lassen sich Bahnkorrekturen sogar vollständig automatisiert durchführen.

Außerdem gibt es heutzutage vollständige CAD/CAM-Schnittstellen zum Industrieroboter. Im Schnittstellenbereich kristallisieren sich aktuell zwei Entwicklungsrichtungen am Markt heraus. Zum einen implementieren einige Roboterhersteller Softwarepakete in ihre Steuerungen, um standardisierte CNC-Programme einlesen und verarbeiten zu können.

(ID:30166420)