Anbieter zum Thema
Die von manchem Roboterhersteller speziell für die mechanische Bearbeitung optimierte und standardisierte Parallelachskinematik integriert Krauss-Maffei in eine als mobile Zelle ausgeführte Fräsanlage der Baureihe Routing-Star. Das finale Anlagenkonzept rund um den Roboter ergibt sich aus Parametern wie Bauteildimension, Materialzusammensetzung und den erforderlichen Stückzahlen.
Absaugsystem ist extrem kompakt ausgeführt
Für die Bearbeitung von FVK-Bauteilen rüstet Krauss-Maffei die Roboterfräszellen zusätzlich mit speziellen Ausstattungspaketen aus. Sie beinhalten zum Beispiel automatische Werkzeugwechselmagazine für Bohr- und Fräswerkzeuge unterschiedlicher Radien sowie eine am Fräskopf mitgeführte Span- und Staubabsaugung.
Dieses Absaugsystem ist extrem kompakt ausgeführt, um eine nahezu vollständige 3D-Fähigkeit in der Bearbeitung sicherzustellen. Unterdruck und Volumenstrom werden exakt auf das anfallende Spanvolumen abgestimmt. Die einzelnen Komponenten widerstehen dem abrasiven Verhalten von FVK-Stäuben.
Dieses Absaugsystem verhindert eine Ansammlung von FVK-Stäuben innerhalb der Anlage, was eine bessere Einstufung hinsichtlich der Atex-Richtlinie mit sich bringt. Eine Installation vermeidet zugleich Diskussionen über die Gesundheitsgefährdung der Maschinenbediener, wie sie bei anfallendem Staub mit kleinen, lungengängigen Partikelgrößen in der Luft sicherlich geführt werden müsste.
Automatische Vorschubanpassung bei unterschiedlichen Wanddicken
Ein weiteres Ausstattungsfeature ist ein am Roboterflansch montierbarer und in die Bahnplanung integrierter 6D-Kraft-Momenten-Sensor. Diese Sensorik ermöglicht eine automatische Vorschubanpassung bei der Bearbeitung von FVK-Bauteilen mit stark unterschiedlichen Wanddicken.
Ziel dabei ist es, eine möglichst hohe Gleichmäßigkeit im Fräsprozess zu erlangen und die Prozessparameter ans Optimum zu führen. Dieses System lässt sich sowohl permanent in den Prozess integrieren als auch als Einrichthilfe zum Einfahren des Prozesses nutzen. Weil damit die Prozesskräfte protokolliert werden können, liefert es als positiven Nebeneffekt sehr gute Erkenntnisse für die Hersteller von Zerspanwerkzeugen. Es hilft bei der Optimierung der Standzeiten.
(ID:30166420)