Steuern Bildschirme, Laptops und mehr sofort abschreiben

Redakteur: Katharina Juschkat

Wer dieses Jahr Bildschirme, Mikrophone oder Headsets für seine Mitarbeiter kauft, kann diese komplett steuerlich abschreiben – ohne Höchstgrenze.

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Wer noch dieses Jahr neue Hard- oder Software für die Mitarbeiter anschafft, kann diese komplett steuerlich absetzen.
Wer noch dieses Jahr neue Hard- oder Software für die Mitarbeiter anschafft, kann diese komplett steuerlich absetzen.
(Bild: ©Jacob Lund - stock.adobe.com)

Laptop, Drucker, Bildschirm oder Software, die Unternehmer dieses Jahr kaufen, können komplett steuerlich abgeschrieben werden – das hat jetzt das Bundesfinanzministerium (BMF) beschlossen. Für die Abschreibung gibt es keinen Kostendeckel. Steuerberaterin Magdalena Glück von Ecovis erklärt, wie das geht.

Was kann abgesetzt werden

Aufwendungen für bestimmte Wirtschaftsgüter können jetzt im Jahr der Anschaffung vollständig als Betriebsausgabe abgeschrieben werden. Damit müssen Unternehmer die Kosten nicht mehr über mehrere Jahre verteilt abschreiben, wenn sie jetzt ihre Mitarbeiter fürs Homeoffice ausstatten. „Sie haben sofort einen Steuerspareffekt“, erklärt Steuerberaterin Glück.

Diese besondere Art der Abschreibung greift nur bei ganz bestimmten Wirtschaftsgütern, die das BMF genau definiert hat. Es gilt bei:

  • Computer (Desktop & Notebook)
  • Desktop-Thin-Clients
  • Workstations
  • Dockingstations
  • Externe Speicher- und Datenverarbeitungsgeräte (Small-Scale-Server)
  • Externe Netzteile
  • Peripheriegeräte (z.B. Tastatur, Maus, Kamera, Mikro, Headset, Lautsprecher, Computerbildschirm, etc.)
  • Betriebs- und Anwendersoftware

Wie die Geräte im Detail vom BMF definiert werden, findet sich im Schreiben des Ministeriums. Wichtig dabei: Eine Höchstgrenze für die Anschaffungskosten gibt es nicht.

2021 gekaufte oder noch nicht abgeschriebenen Güter absetzen

„Das Beste daran, es gibt keinen Kostendeckel“, erklärt Ecovis-Steuerberaterin Magdalena Glück.
„Das Beste daran, es gibt keinen Kostendeckel“, erklärt Ecovis-Steuerberaterin Magdalena Glück.
(Bild: Ecovis)

Die einjährige Nutzungsdauer gilt für alle aufgelisteten Wirtschaftsgüter, die Arbeitgeber seit dem 1. Januar 2021 gekauft haben oder dieses Jahr noch kaufen werden. „Aber auch noch im Anlageverzeichnis enthaltene Restbuchwerte von Computern, Druckern und Co., die in früheren Wirtschaftsjahren angeschafft und deren Kosten deshalb verteilt wurden, lassen sich jetzt in 2021 vollständig abschreiben“, sagt Steuerberaterin Glück.

Glück gibt zudem den Tipp: Arbeitnehmer dürfen den vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Arbeits-Laptop auch privat nutzen. „Arbeitnehmer müssen das nicht als Arbeitslohn versteuern“, so die Steuerberaterin.

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