Mikrosenkerodieren

Bohren und Schleifen ergänzen senkerosive Mikrobearbeitung

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Nachdem die Machbarkeit der funkenerosiven Bearbeitung elektrisch nicht leitfähiger Schichten gezeigt ist, ist es nun eine zukünftige Aufgabe, die hier zugrunde liegenden Mechanismen aufzudecken, um somit den Prozess besser verstehen und optimieren zu können.

Werkstoffkombinationen eine Herausforderung für das Erodieren

Aus den Forderungen verschiedener Branchen und aktuellen Forschungsarbeiten lassen sich vereinfacht zwei große Optimierungsrichtungen herausstellen. Zum einen ist dies die Verbesserung der Präzision und der Geschwindigkeit der Bearbeitung, was besonders die Ausweitung der prozesstechnologischen Vorteile und Alleinstellungsmerkmale gegenüber anderen Fertigungstechnologien betrifft.

Zum anderen betrifft es die Entwicklung von Bearbeitungstechnologien für Werkstoffe, die nun stärker in den Fokus der Bearbeitung durch funkenerosive Verfahren rücken. Die Bearbeitung von Werkstoffkombinationen stellt dabei eine weitere Herausforderung dar.

Vom Stand der Technik aus kann ein Bedarf identifiziert werden, den die Industrie heute formuliert. Darüber hinaus kann durch die Publikation von Forschungsergebnissen auf diesem Gebiet ein Technologieschub erfolgen (Bild 6). Die Funkenerosion ist auf dem Gebiet der Mikrobearbeitung ein etabliertes Verfahren mit weiterem Potenzial für die Zukunft.

Fachtagungen am WZL zum Thema Funkenerosion

Teile dieser Forschungsarbeiten werden innerhalb des im 7. Rahmenprogramm der EU geförderten Forschungsprojektes Integ-µ erforscht. Weitere, besonders praxisnahe Fragen sind Bestandteil des Industrie-Arbeitskreises „Funkenerosive Bearbeitung“ am WZL, dem acht Partner angehören. Darüber hinaus werden die-se und weitere Aspekte rund um das Thema Funkenerosion auf Fachtagungen am WZL der RWTH Aachen von Maschinenherstellern und renommierten Anwendern zusammengetragen und erörtert.

Prof. Dr.-Ing. Fritz Klocke ist Inhaber des Lehrstuhls für Technologie der Fertigungsverfahren am Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen und Direktor des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie (IPT), Dipl.-Ing. Jens Dieckmann und Miguel Garzón M. Sc. sind wissenschaftliche Mitarbeiter am WZL, Dipl.-Ing. Dražen Veselovac ist Oberingenieur am Lehrstuhl für Technologie der Fertigungsverfahren und leitet die Abteilung Überwachung und Abtragen.

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