IT-Sicherheit Büro-Rückkehrer im Visier von Cyberkriminellen

Redakteur: Hendrik Fuhrmann

Nach dem Ende der Homeoffice-Pflicht kehren viele Menschen an ihren Arbeitsplatz zurück. Cyberkriminelle nutzen das laut Bitkom gezielt aus und attackieren die Unternehmenssysteme über die Büro-Rückkehrer.

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Cyberkriminelle nutzen die Büro-Rückkehr für kontextspezifische Phishing-Angriffe aus.
Cyberkriminelle nutzen die Büro-Rückkehr für kontextspezifische Phishing-Angriffe aus.
(Bild: ©Rawf8 - stock.adobe.com)

Die Angreifer setzen dabei wieder verstärkt auf kontextspezifische Phishing-Angriffe.Wie bereits zu Beginn der Pandemie passen sich die Hacker an die aktuelle Situation an und nutzen jetzt die Rückkehr ins Büro geschickt aus. „Mitarbeitende bekommen E-Mails vom IT-Chef ihrer Firma, der sie zurück im Büro begrüßt – versehen mit Logo und Unterschrift. Ein Link in der Nachricht verweist auf neue Vorsichtsmaßnahmen, die das Unternehmen mit Blick auf die Pandemie trifft“, erklärt Sebastian Artz, Referent für Informationssicherheit und Sicherheitspolitik beim Bitkom. „Um auf diese Dokumente zugreifen zu können, müssen Mitarbeitende dann ihr Passwort eingeben. In Wahrheit sollen so die Zugangsdaten abgegriffen werden“.

Aber nicht nur die Vorsicht der Mitarbeiter im Umgang mit Mails ist laut Bitkom-Experte Artz entscheidend für die Sicherheit. Bevor die Geräte aus dem Homeoffice wieder im Firmennetz genutzt werden, sollten alle Updates durchgeführt und die Geräte auf Angriffe überprüft werden. Möglicherweise könnten Cyberkriminelle genau auf diesen Moment gewartet haben, um dann auf das Firmennetz zugreifen zu können. Außerdem macht der Digitalverband erneut klar, dass IT-Sicherheit keine einmalige Sache ist. Neben der kurzfristigen Sensibilisierung der Mitarbeiter für Gefahren gehe es darum, für etablierte Prozesse und Ansprechpartner im eigenen Unternehmen zu sorgen.

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