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Bürsten zeigen sich in der Metallbearbeitung als Multitalente zum Fördern, Dichten und Fertigen

| Redakteur: Stéphane Itasse

Wenn Blechtafeln, Halbzeuge oder Tailored Blanks gehalten, gestützt oder gefördert werden müssen, bieten sich Bürstenplatten an.
Wenn Blechtafeln, Halbzeuge oder Tailored Blanks gehalten, gestützt oder gefördert werden müssen, bieten sich Bürstenplatten an. (Bild: Kullen-Koti)

Sowohl im Werkzeugmaschinenbau als auch in der praktizierten Metallbearbeitung erweisen sich Bürstensysteme als vielgestaltig.

Bei der AMB 2018 präsentiert Kullen-Koti auf seinem Stand A 43 in Halle 5 Beispiele dafür: Bürstenplatten für den sanften Transport von Blechtafeln, Abdichtbürsten für die Lärmdämmung von Maschinen, Tellerbüsten für die Oberflächentechnik und mehr.

Abdichtbürsten und Streifenbürsten als Universalisten

Abdicht- und Streifenbürsten zählen zu den Universalisten, wie Kullen-Koti mitteilt. In vielen Disziplinen erweisen sie sich als vielseitige und zuverlässige Konstruktionselemente, wenn beispielsweise dauerhaft belastbare und flexible Systeme zum Fördern, Führen, Dichten, Abstreifen, Abbremsen oder Andrücken benötigt werden. Je nach Konfiguration und Einsatzfall verfügen sie über Profile aus Stahl, Aluminium oder Kunststoff, die dann mit Besätzen aus Rosshaar, Kunststoffborsten, Pflanzenfasern oder auch Draht bestückt werden können. Serienmäßig lieferbar sind sie sowohl als starre oder biegsame Bänder wie auch in Bogen- oder Ringform. Überdies gehört auch die Umsetzung kundenorientierter Spezialformen zum Portfolio.

Vor allem dank der mechanischen Flexibilität ihrer verschiedenen Besätze bieten die Abdicht- und Streifenbürsten eine große Anpassungsfähigkeit an die Kontaktoberfläche. Sie eignen sich daher zum Reinigen von Gewinden, strukturierten Oberflächen und bewegten Komponenten. Außerdem bietet der Hersteller diese Bürsten in hitzefesten Ausführungen an. Im klassischen Maschinen- und Anlagenbau kommen diesen Bürstentypen vielfach zum Abdichten von Gehäusen, zum Andrücken von Bauteilen, zum Abstreifen von Spänen oder zum Abdichten von Wellen zum Einsatz.

Als Sonderform seiner Abdichtbürsten zeigt Kullen-Koti einige Exponate der Quick-Seal-Serie. Hierbei handelt es sich um flexible Bürstenstreifen aus Kunststoff, die als 25-m-Spirale ausgeliefert werden. Der Anwender zieht den Streifen aus einem Schlitz im Karton und kann sich genau ablängen, wie viel er benötigt. Da die Bürstenstreifen höchstens 3,0 mm dick sind, ist das Trennen mit einer Werkzeugschere oder einem Seitenschneider zu bewerkstelligen.

Bürstenplatten schützen Blechtafeln und Halbzeuge

Wenn große und empfindliche Blechtafeln, Halbzeuge oder Tailored Blanks gehalten, gestützt oder gefördert werden müssen, bietet Kullen-Koti Bürstenplatten an. Sie werden als einbaufertige Komponenten geliefert, zum Beispiel an die Hersteller von Stanz- und Schneidmaschinen für deren Auflagetische. Standardmäßig weisen sie Tragkräfte von 500, 1250 und 2000 kg/m² sowie Maximalgrößen von 2500 mm × 1200 mm auf. Die Formgebung richtet sich meist nach den Wünschen des Kunden. Über die Wahl der Materialien und die variable Dichte der Bürstenbestückung wird der sichere, geräuscharme Transport der Werkstücke gewährleistet. Die Bürstenplatten eignen sich insbesondere für lange Förderstrecken.

Ein fertigungstechnisches Highlight der AMB-Präsenz von Kullen-Koti sind zudem die Tellerbürsten, die in der Metallbearbeitung unter anderem zum Entgraten und Schleifen eingesetzt werden. Über die Faktoren Besatzmaterial, Filamentdicke und Besatzdichte lassen sich auch diese Bürstensysteme auf ihre Anwendungsbereiche auslegen. Soll etwa eine stark abrasive Wirkung zum Aufrauen oder Entgraten erzielt werden, lassen sich die Tellerbürsten mit Polyamidborsten ausstatten, die mit verschiedenen Schleifmitteln wie Siliziumcarbid, Aluminiumoxid oder Diamant durchsetzt sind. Für das Schleifen und Glätten werden die Tellerbürsten hingegen mit weicheren Besatzmaterialen bestückt.

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