Fakuma 2015

Buntere Welt mit Flüssigfarbe oder Mikrogranulat

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Markttendenzen in der Colorierung vom Fachmann analysiert:

Perspektivisch sieht Rainer Hoop weiteres Marktpotenzial: „Während in den USA die Flüssigfarben mit einem Marktanteil von etwa 40% eine große Rolle spielen, ist der Marktanteil in Europa noch auf einem vergleichsweise niedrigen Stand. Was in Europa vor 10 oder 15 Jahren noch eine Exotenlösung darstellte, stößt heute auf mehr Resonanz, weil es sich herumspricht, dass Flüssigfarben oder Mikrogranulate einige Vorzüge gegenüber einer klassischen Masterbatch-Lösung eröffnen“, so Rainer Hoop. Die Gründe für diesen deutlichen Trend zeigen sich in verschiedenen Aspekten. Einerseits ermöglichen Flüssigfarben oder Mikrogranulate hohe Deckungskraft bei kleineren Mengenbeigaben als konventionelle Masterbatches. Das schlägt sich auch auf der Preisseite nieder. Auch logistisch macht dies oft Sinn, weil Flüssigfarben und Mikrogranulate oft für mehrere Kunststofftypen einsetzbar sind. Weitere wichtige Aspekte, neben Preisstellung, sparsamen Farbmengen und Deckungskraft sind die Flexibilität und die Möglichkeit, eigene Farben zu erstellen. Der Verarbeiter kann sehr schnell neue Farbwünsche bedienen und durch die additive Farbmischung von Novosystems äußerst präzise RAL- oder Pantone-Farbtöne treffen. Laut Auskunft von Novosystems hat die günstige Marktentwicklung auch einen Wettbewerbsaspekt: Einige Verarbeiter erkennen die Preisvorteile, aber auch die Potenziale, wie sie fertigungstechnisch flexibler werden können und gleichzeitig unabhängiger von fertigen Compounds im Zukauf. Sie übernehmen das Einfärben von Kunststoffprodukten in der PUR-Technik, Extrusion oder dem Spritzgießen selbst und verbessern sowohl ihre Flexibilität und die Kostenstruktur. MM

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