Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

C-Teile-Management 4.0

| Autor / Redakteur: Benedikt Hofmann / Benedikt Hofmann

Über das I-Display und die angeschlossenen Systeme soll die interaktive Abbildung einer Vielzahl von Geschäftsprozessen möglich werden, ohne dass Änderungen an der bestehenden Infrastruktur nötig sind.
Über das I-Display und die angeschlossenen Systeme soll die interaktive Abbildung einer Vielzahl von Geschäftsprozessen möglich werden, ohne dass Änderungen an der bestehenden Infrastruktur nötig sind. (Bild: Hofmann)

Die Digitalisierung hat sich mittlerweile in die letzten Winkel von Wirtschaft und Gesellschaft ausgebreitet – könnte man meinen. Im Kleinteilemanagement sieht die Realität häufig aber noch anders aus. Das interaktive I-Display soll das ändern.

Der Name ist bei C-Teilen Programm, daraus macht auch Würth Industrie Service keinen Hehl. Diese häufig als Schüttgüter gelieferten Teile stehen in der Regel ganz am Ende der industriellen Nahrungskette. Gerade deshalb sollte das Management von Schrauben, Muttern und Scheiben möglichst wenig Aufwand verursachen und im Idealfall automatisch geschehen. Um das möglich zu machen, arbeitet Würth Industrie Service bereits seit einigen Jahren im Rahmen des „Enterprise Lab“ eng mit dem Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik IML zusammen. Bereits seit 2013 tüfteln die beiden Partner an der Studie zum kürzlich vorgestellten I-Display und der App CPS Mobile. Dabei handelt es sich um ein multifunktionales und digitales Regaletikett und eine App, die als mobiles Managemensystem zum transparenten Daten- und Informationsaustausch dient.

Der Stand der Dinge

Aktuell werden bei dem Unternehmen C-Teile in mindestens zwei Behältern pro Artikel in einem Kanban-Regal beim Kunden in der Produktion, Logistik oder Materialwirtschaft bevorratet. Die Nachschubsteuerung kann dabei automatisch über RFID-Technologie erfolgen und das Regal wird in einem definierten Zyklus von Würth Industrie Service als C-Teile-Partner durch einen Systembetreuer bestückt. Die Anordnung der Behälter im Regal erfolgt individuell nach Kundenvorgabe. Aus diesen Parametern erstellt das Unternehmen eine Ausgangs-Regalplanung und führt diese manuell durch. Zur Implementierung werden zu jedem Regalplatz die entsprechenden Etiketten zur Kennzeichnung (Artikelbeschreibung) gedruckt und gemäß Planung an den Regaltraversen angebracht. Bei späteren Änderungen, beispielsweise wenn neue Artikel aufgenommen oder vorhandene umgeräumt werden, ist eine manuelle Anpassung der Regalplanung erforderlich.

Ergänzendes zum Thema
 
Podium
An der Rampe alles im Lot – Sprechen Intralogistik und Distributionskanäle dieselbe Sprache?

Kommunikation in zwei Richtungen

„Die virtuelle und die reale Welt verschmelzen immer mehr zu einem gemeinsamen Netzwerk. Vor diesem Hintergrund reicht es unserer Meinung nach nicht mehr aus, einen Behälter befüllt mit Verbindungselementen in ein Regal unserer Kunden zu stellen", erklärt Stefan Reuss, Geschäftsführer Logistik & IT bei Würth Industrie Service. „Unsere bisherigen Lösungen wie der I-Bin greifen diese Herausforderung auf, bieten aber nur eine Kommunikation in eine Richtung und erlauben nur bedingte Interaktion zwischen den einzelnen Systemen. Das I-Display hingegen ist unser erstes tatsächliches Interaktionssystem im C-Teile Management.“ Die digitale Lösung soll das bisherige Regaletikett ersetzen. Beim Anstecken an eine zum Patent angemeldete Regalschiene erkennt es seine Position und übermittelt diese an das Warenwirtschafts-System des Unternehmens. Ab diesem Moment wird jede nachträgliche Positionsänderung oder das Entfernen des I-Display erkannt und an das System zurückgemeldet. So kann die Regalplanung automatisch aktualisiert und grafisch dargestellt werden.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43168556 / Lagertechnik)

Themen-Newsletter Materialfluss abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Meistgelesene Artikel

Retrofit: Alte Maschinen rüsten für Industrie 4.0

Instandhaltung

Retrofit: Alte Maschinen rüsten für Industrie 4.0

07.03.19 - Viele Betriebe machen Ihre Fertigung nicht nur mit neuen Maschinen, sondern auch durch die Modernisierung alter Anlagen, das sogenannte Retrofit, bereit für Industrie 4.0. Das hat mehrere Vorteile. lesen

So meistern Sie wichtige Telefongespräche

Gut zu wissen

So meistern Sie wichtige Telefongespräche

06.03.19 - Für den ersten Eindruck bekommt man keine zweite Chance. Das gilt insbesondere auch bei Telefongesprächen, in denen ja lediglich die Stimme zu hören ist. Daher sollte man stets gut vorbereitet sein und auf ein paar einfache Tricks zurückgreifen. lesen

Wie der Leichtbau die Spielregeln verändert

Landshuter Leichtbau-Colloquium

Wie der Leichtbau die Spielregeln verändert

15.03.19 - Auch Berlin hat es begriffen: Der Leichtbau eröffnet neue technische Möglichkeiten. Ministerialrat Werner Loscheider vom Bundeswirtschaftsministerium bezeichnete ihn deshalb auf dem 9. Landshuter Leichtbau-Colloquium (LLC) als „Gamechanger“. lesen