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C-Teile-Management 4.0

| Autor/ Redakteur: Benedikt Hofmann / M. A. Benedikt Hofmann

Die Digitalisierung hat sich mittlerweile in die letzten Winkel von Wirtschaft und Gesellschaft ausgebreitet – könnte man meinen. Im Kleinteilemanagement sieht die Realität häufig aber noch anders aus. Das interaktive I-Display soll das ändern.

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Über das I-Display und die angeschlossenen Systeme soll die interaktive Abbildung einer Vielzahl von Geschäftsprozessen möglich werden, ohne dass Änderungen an der bestehenden Infrastruktur nötig sind.
Über das I-Display und die angeschlossenen Systeme soll die interaktive Abbildung einer Vielzahl von Geschäftsprozessen möglich werden, ohne dass Änderungen an der bestehenden Infrastruktur nötig sind.
(Bild: Hofmann)

Der Name ist bei C-Teilen Programm, daraus macht auch Würth Industrie Service keinen Hehl. Diese häufig als Schüttgüter gelieferten Teile stehen in der Regel ganz am Ende der industriellen Nahrungskette. Gerade deshalb sollte das Management von Schrauben, Muttern und Scheiben möglichst wenig Aufwand verursachen und im Idealfall automatisch geschehen. Um das möglich zu machen, arbeitet Würth Industrie Service bereits seit einigen Jahren im Rahmen des „Enterprise Lab“ eng mit dem Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik IML zusammen. Bereits seit 2013 tüfteln die beiden Partner an der Studie zum kürzlich vorgestellten I-Display und der App CPS Mobile. Dabei handelt es sich um ein multifunktionales und digitales Regaletikett und eine App, die als mobiles Managemensystem zum transparenten Daten- und Informationsaustausch dient.

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Der Stand der Dinge

Aktuell werden bei dem Unternehmen C-Teile in mindestens zwei Behältern pro Artikel in einem Kanban-Regal beim Kunden in der Produktion, Logistik oder Materialwirtschaft bevorratet. Die Nachschubsteuerung kann dabei automatisch über RFID-Technologie erfolgen und das Regal wird in einem definierten Zyklus von Würth Industrie Service als C-Teile-Partner durch einen Systembetreuer bestückt. Die Anordnung der Behälter im Regal erfolgt individuell nach Kundenvorgabe. Aus diesen Parametern erstellt das Unternehmen eine Ausgangs-Regalplanung und führt diese manuell durch. Zur Implementierung werden zu jedem Regalplatz die entsprechenden Etiketten zur Kennzeichnung (Artikelbeschreibung) gedruckt und gemäß Planung an den Regaltraversen angebracht. Bei späteren Änderungen, beispielsweise wenn neue Artikel aufgenommen oder vorhandene umgeräumt werden, ist eine manuelle Anpassung der Regalplanung erforderlich.

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Podium

Stefan Reuss,Geschäftsführer Logistik & IT bei Würth Industrie Service, gehört zu den Teilnehmern der Podiumsdiskussion „An der Rampe alles im Lot – Sprechen Intralogistik und Distributionskanäle dieselbe Sprache?", die unser Schwestermagazin MM Logistik im Rahmen der Messe Transport Logistic in München veranstaltet. Die Diskussion findet am 6. Mai 2015 von 16 bis 17:30 Uhr statt.

Kommunikation in zwei Richtungen

„Die virtuelle und die reale Welt verschmelzen immer mehr zu einem gemeinsamen Netzwerk. Vor diesem Hintergrund reicht es unserer Meinung nach nicht mehr aus, einen Behälter befüllt mit Verbindungselementen in ein Regal unserer Kunden zu stellen", erklärt Stefan Reuss, Geschäftsführer Logistik & IT bei Würth Industrie Service. „Unsere bisherigen Lösungen wie der I-Bin greifen diese Herausforderung auf, bieten aber nur eine Kommunikation in eine Richtung und erlauben nur bedingte Interaktion zwischen den einzelnen Systemen. Das I-Display hingegen ist unser erstes tatsächliches Interaktionssystem im C-Teile Management.“ Die digitale Lösung soll das bisherige Regaletikett ersetzen. Beim Anstecken an eine zum Patent angemeldete Regalschiene erkennt es seine Position und übermittelt diese an das Warenwirtschafts-System des Unternehmens. Ab diesem Moment wird jede nachträgliche Positionsänderung oder das Entfernen des I-Display erkannt und an das System zurückgemeldet. So kann die Regalplanung automatisch aktualisiert und grafisch dargestellt werden.

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