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Maschine-Werkzeug-Harmonie Ceratizit-Werkzeuge pushen neuartige Vertikaldrehmaschine

| Autor / Redakteur: Norbert Stattler / Peter Königsreuther

Wenn zwei im Prinzip das Gleiche wollen und kooperieren, kommt nicht selten eine optimale Lösung heraus. So geschah es zwischen einem Ceratizit-Spezialteam und Schuster Maschinenbau...

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Die nxt ist die neue Vertikaldrehmaschine von Schuster Maschinenbau. Mit dem Ceratizit-Project-Engineering-Team wurde ein Werkzeugkonzept geschaffen, das komplexeste Teile präzise herstellt.
Die nxt ist die neue Vertikaldrehmaschine von Schuster Maschinenbau. Mit dem Ceratizit-Project-Engineering-Team wurde ein Werkzeugkonzept geschaffen, das komplexeste Teile präzise herstellt.
(Bild: Schuster Maschinenbau)

Offen sein für Neues, Innovationen erkennen und implementieren, Effizienz verbessern, wo noch Potenzial zu heben ist – klingt das nach einer Unternehmensberatung? Nicht ganz! Denn bei Zerspanern oder Maschinenbauern übernimmt das Project-Engineering-Team von Ceratizit diese Aufgaben. So auch bei der Schuster Maschinenbau GmbH. Denn für deren brandneue und innovative Vertikaldrehmaschine der „Schuster nxt“ galt es, ein Werkzeugkonzept auszuarbeiten, das auch komplexeste Werkstücke in höchster Qualität schaffen kann.

Versiertes Project-Engineering sprengt Denkblockaden

Sehen wir uns ein übliches Szenario für Zerspanungsunternehmen an: Man bekommt die Zeichnung für ein Bauteil und muss dann entscheiden, ob das wirtschaftlich mit den eigenen Mitteln machbar ist. Weil die Anforderungen über alle Branchen hinweg immer komplexer werden, gestaltet sich auch dieser Entscheidungsprozess zunehmend schwieriger. Wie schön wäre es doch, noch jemanden zur Seite zu haben, der solche Problemstellungen aus einer zusätzlichen Perspektive beleuchtet!

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„An dieser Stelle werden wir als Team Project-Engineering gerne ins Haus gerufen. Warum? Weil wir langjährige Erfahrung in der Entwicklung neuartiger Werkzeuglösungen haben und das technische Know-how mitbringen, um Zerspanprozesse ganzheitlich und in der Tiefe zu betrachten. Eben das, wofür die Zerspaner im Tagesgeschäft oft keine Zeit haben“, erläutert Steffen Baur, Leiter Technical Management bei Ceratizit.

Dass Engineering nicht am eigenen Tellerrand endet, unterscheidet die Besserwoller (Ambitionierten) von den Bessermachern (Erfolgreichen): So lohnt es sich oft, nicht nur die eigenen Kompetenzen in die Waagschale zu werfen, sondern noch ein Stück größer zu denken – zum Beispiel in Maschinengröße. „Wir sehen tagtäglich bei unseren Zerspanversuchen die unterschiedlichsten Bearbeitungszentren und Drehmaschinen im Einsatz“, merkt Baur an. So ist man schon vor Jahren in Kontakt zur Schuster Maschinenbau aus Denklingen bei Landsberg am Lech gekommen, einem renommierten, und nicht weniger innovativen Maschinenbauer. Für ein komplexes Demoteil, das die Fähigkeiten der brandneuen Vertikaldrehmaschine Schuster nxt demonstrieren sollte, suchten sie nach der idealen Werkzeugbestückung – Und natürlich wurde man fündig.

Verdrehte Dreherwelt – lieber vertikal, statt banal...

Schuster Maschinenbau ist seit 40 Jahren bekannt für raffinierte Maschinenbaulösungen, die in den verschiedensten Branchen eingesetzt werden. Am Firmensitz entwickelt man deshalb Produkte, die durch ständige Innovation in Qualität und Präzision eine Spitzenposition einnehmen und mittlerweile in die ganze Welt exportiert werden.

Kein Wunder also, dass bei der neuesten Entwicklung vieles überdacht wurde – unter anderem die Arbeitsachse der Drehmaschine nxt. „Die wurde nämlich entgegen der herkömmlichen horizontalen Anordnung vertikal ausgerichtet. Dabei kommt die zentrale Aufgabe der Hauptspindel zu, die bei vertikalen Pick-up-Drehmaschinen wie der Schuster nxt sowohl für die Bearbeitung des Werkstücks (Drehen, Bohren, Fräsen) als auch für die gesamte Automation zuständig ist“, erklärt Matthis Rühle, Head of Sales bei Schuster Maschinenbau. Dabei seien die Vorteile offensichtlich – denn plötzlich können mehrere, verschiedene Bearbeitungsschritte zu einem Prozess zusammengeführt werden – was letztlich enorm viel Zeit spart.

Auch ist die Schuster nxt in einem Punkt besonders sparsam, und zwar in puncto Platzbedarf. Denn die vertikale Arbeitsachse erlaubt eine viel kompaktere Bauweise als bei anderen Konzepten, weshalb sie lediglich 8 m² des Produktionshallenbodens einnimmt. „ Das ist ideal für Lohnfertiger, die mit der Stellfläche knausern müssen, ohne Abstriche bei der Qualität machen zu wollen“, ergänzt Rühle. Weil die Schuster nxt eine „Hakenmaschine“ mit nur etwa 7 t Gewicht ist, kann sie auch schnell an einen anderen Platz versetzt werden. Nicht zuletzt mache sie sich bei den momentan sehr gefragten Kleinserien bezahlt, zumal die vielfältigen Automatisierungsoptionen wichtige Hebel für die Effizienzsteigerung darstellten.

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