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Chinas Hersteller wollen globale Werkzeugmaschinenindustrie aufmischen

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Weiterhin starkes Wachstum im High-End-Segment

Unabhängig von der gegenwärtigen Krise in der Eurozone erwartet die chinesische Regierung eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums in den kommenden Jahren und damit auch eine

Abkühlung der Nachfrage nach einfachen Werkzeugmaschinen.

Durch den anhaltenden Kapazitätsaufbau in den Hauptabsatzbranchen für High-End-Werkzeugmaschinen sollen diese allerdings schneller wachsen als das Bruttoinlandsprodukt – besonders signifikant der Bereich Aerospace mit über 40 % pro Jahr.

Die Vielzahl der öffentlichen Äußerungen, die bestehenden Förderprogramme und veröffentlichten Dokumente, unterstreichen laut Studie die Entschlossenheit, mit der die chinesische Regierung diese Industrien vorantreiben will. Dementsprechend sind die Wachstumserwartungen und Kapazitätsexpansionspläne der befragten Unternehmen. Je nach Segment betragen diese zwischen 15 und 49 % im Zeitraum bis 2016.

Neudefinition der Werkzeugmaschinenindustrie

Mit dem fortschreitenden Aufbau von Produktionskapazitäten in China werden chinesische Hersteller in den Sparten Aerospace, Automotive, Eisenbahnbau und Baumaschinen immer stärker die Standards definieren, wie Teile und Komponenten konstruiert, produziert und beschafft werden. Chinesische Werkzeugmaschinenhersteller möchten kurz- bis mittelfristig 90 % statt wie bisher 75 % aller möglichen Anwendungen für Werkzeugmaschinen bedienen können. SMTCL nennt diesen Ansatz SMART: Simple, maintenance friendly, affordable, reliable and timely available.

Vor diese neue Auswahl gestellt, könnten sich chinesische Käufer von Werkzeugmaschinen immer häufiger für diese „Gut-genug-Maschinen“ entscheiden. Für die westlichen Technologieführer würde es dadurch immer schwieriger werden, ihre hohen Preise zu rechtfertigen.

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