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Rohstoffversorgung

Chinas Monopolstellung bei Seltenen Erden schwindet

| Redakteur: Jürgen Schreier

Preise für Seltene Erden relativ zum Freihandel.
Preise für Seltene Erden relativ zum Freihandel. (Bild: ZEW)

China wird seine Monopolstellung bei Seltenen Erden bis Ende dieses Jahrzehnts weitgehend verlieren. Der Markteintritt neuer Anbieter wird dazu führen, dass der aufgrund des chinesischen Monopols bestehende Preisaufschlag auf den Weltmarktpreis für Seltene Erden so gut wie verschwindet. Das prognostiziert eine Studie des ZEW.

Dieser Beitrag ist erstmals am 8. Mai 2014 auf www.maschinenmarkt.de erschienen

Für Leichte Seltene Erden wird der Weltmarktpreis bereits in den nächsten drei Jahren deutlich sinken. Bei Schweren Seltenen Erden kann China seine Monopolstellung dagegen teilweise bis zum Ende des Jahrzehnts behaupten. Dies geht aus einer Studie hervor, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) auf Basis des neuentwickelten Metallmarktmodells METRO erstellt hat.

Neue Anbieter kommen auf den Markt

China fördert derzeit rund 90 % der jährlich abgebauten 110.000 t Seltene Erden. Durch Ausfuhrbeschränkungen kann das Reich der Mitte die Weltmarktpreise erheblich beeinflussen, weil ein Ausweichen auf andere Rohstoffe für die Unternehmen sehr schwierig ist. Zudem steigt die globale Nachfrage nach Seltenen Erden, da diese insbesondere in Schlüssel- und Zukunftstechnologien eingesetzt werden.

Mit den USA, Australien und Kanada drängen in den kommenden Jahren allerdings neue Anbieter vor allem für die häufiger vorkommenden Leichten Seltenen Erden auf den Markt. Die ZEW-Studie kommt unter Nutzung des Metallmarktmodells METRO zu dem Ergebnis, dass bis 2020 die Förderung Seltener Erden außerhalb Chinas auf bis zu 140.000 t im Jahr steigen könnte. Das entspräche dann der Hälfte der für diesen Zeitpunkt prognostizierten weltweiten Fördermenge.

,Recycling könnte Chinas Marktmacht eindämmen

Weil die Erschließung einer Mine für Seltene Erden zwischen zehn und 15 Jahren dauert, ist das Aufweichen von Chinas Monopolstellung eher längerfristig zu sehen. Allerdings verfügen die Minen, die derzeit erschlossen werden, über relativ geringe Anteile von Schweren Seltenen Erden. Infolgedessen wird Chinas Vormachtstellung in diesem Bereich länger erhalten bleiben als bei Leichten Seltenen Erden.

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